G7-Gipfel führt zu vorübergehenden Grenzkontrollen zwischen Frankreich und der Schweiz
Landesweite Proteste richten sich gegen französische Präfekturen wegen Verzögerungen bei Aufenthaltskarten
Ausländische Einwohner protestieren landesweit gegen Terminvergaben und Rückstände bei Aufenthaltserlaubnissen in den Präfekturen
Neueste Nachrichten
Europäische Kommission fordert Frankreich auf, langanhaltende Kontrollen an den Schengen-Grenzen abzuschaffen
Brüssel hat Frankreich offiziell aufgefordert, die seit 2015 bestehenden Kontrollen an den inneren Schengen-Grenzen abzuschaffen. Diese seien nun nicht mehr verhältnismäßig, da die IT-Systeme für die Außengrenzen der EU einsatzbereit sind. Die unverbindliche Stellungnahme erhöht den Druck auf Paris, einen Zeitplan für die Aufhebung der Kontrollen vorzulegen – eine Maßnahme, die die Reisezeiten und Kosten für Tausende Pendler und Frachtunternehmen im Grenzverkehr deutlich reduzieren würde.
Zivilgesellschaftliche Gruppen kritisieren Frankreichs geheime Einführung des EU-Migrations- und Asylpakts
Ein Bericht von Forum Réfugiés vom 2. Juni kritisiert, dass Frankreich den EU-Migrations- und Asylpakt durch Verordnungen umsetzt, ohne die Öffentlichkeit ausreichend einzubeziehen. Dies weckt Befürchtungen vor administrativen Engpässen, nur wenige Monate bevor die neuen Regeln verbindlich werden. Mobilitätsteams in Unternehmen könnten mit längeren Wartezeiten bei den Präfekturen rechnen, falls Ressourcen und digitale Systeme nicht rechtzeitig modernisiert werden.
Gegengipfel abgesagt – Sicherheitsvorkehrungen vor G7 in Évian verschärft
Oppositionsaktivisten haben ihr geplantes „No G7“-Dorf in Annemasse abgesagt, nachdem die Präfektur strenge Sicherheitsauflagen erlassen hatte. Dies unterstreicht die strengen Kontrollen, die Frankreich für den G7-Gipfel vom 15. bis 17. Juni in Évian vorsieht. Unternehmen und Reisende müssen einen G7-Pass beantragen und sich auf Straßensperrungen, Kontrollen und mögliche Proteste auf der Schweizer Seite einstellen.