
Das Grenzschutzkommando Nadwiślański hat die Ergebnisse einer landesweiten Aktion vom 8. bis 9. Juni gegen Netzwerke der irregulären Migration veröffentlicht. Fast 650 Beamte arbeiteten dabei mit der örtlichen Polizei in den Woiwodschaften Masowien, Łódź und Kujawien-Pommern zusammen und kontrollierten 1.200 Arbeitsplätze, Hostels und Verkehrsknotenpunkte. Allein in der zentralen Region wurde der rechtmäßige Aufenthalt von 260 Ausländern überprüft, landesweit wurden 140 Personen festgenommen. Die meisten Festgenommenen waren Überzieher aus Südostasien und dem Kaukasus, die informell in der Logistik und der Leichtindustrie beschäftigt waren. Bereits 90 Rückführungsverfahren wurden eingeleitet, vier als Sicherheitsrisiko eingestufte Personen wurden in geschlossenen Zentren bis zur Abschiebung untergebracht. Die Behörden erklärten, die Aktion sei durch Hinweise ausgelöst worden, dass einige Personalvermittlungen nach der Pandemie wieder „Visa-Run“-Programme über Serbien und die Balkanroute aufgenommen hätten. Für Personal- und Standortleiter ist die Botschaft klar: Kontrollen durch die Arbeitsaufsicht werden voraussichtlich zunehmen. Unternehmen, die Subunternehmer für saisonale Spitzen einsetzen, sollten ihre Dokumentenverwaltung überprüfen, sicherstellen, dass Verträge den angegebenen Tätigkeiten entsprechen, und Kopien von Aufenthaltstiteln vor Ort aufbewahren. Die Strafen für die Ermöglichung illegaler Beschäftigung wurden in diesem Jahr auf 30.000 PLN pro Person verdoppelt, Wiederholungstäter riskieren die Aussetzung der Lizenz für Vermittlungsagenturen. Die Aktion zeigt zudem, dass Polen seine Praxis stärker an den Schwerpunkt des EU-Pakts auf Durchsetzung und Rückführungen anpasst. Mobilitätsteams sollten Expatriates darauf hinweisen, jederzeit Ausweisdokumente mitzuführen, insbesondere bei Bahnreisen durch Grenzkontrollen zu Deutschland und Litauen.
Quelle: Nadwiślański Border Guard