
Die polnische Grenzschutzbehörde (Straż Graniczna) veröffentlichte am 3. Juni 2026 ihren neuesten Einsatzbericht und bestätigte, dass die vorübergehenden Passkontrollen an den Landgrenzen zu Litauen und Deutschland weiterhin uneingeschränkt gelten und mindestens bis zum 1. Oktober 2026 andauern werden. Die Statistiken vom 2. Juni zeigen, dass die Beamten an den litauischen Grenzübergängen über 4.700 Reisende und 2.400 Fahrzeuge kontrollierten, an der deutschen Grenze waren es fast 3.700 Reisende und 1.700 Fahrzeuge. Drei Personen wurde auf deutscher Seite die Einreise verweigert. Obwohl die Kontrollen rechtlich als „außergewöhnliche“ Maßnahme gemäß dem Schengener Grenzkodex gelten, verlängert Polen diese alle sechs Monate seit 2024 mit Verweis auf Migrationsdruck und Sicherheitsrisiken.
Parallel dazu verlängert Warschau eine separate 78 Kilometer lange Pufferzone entlang der weißrussischen Grenze um weitere 90 Tage ab dem 3. Juni, nachdem Grenzschutz-Einheiten am 2. Juni neun neue illegale Grenzübertrittsversuche meldeten. Der eingeschränkte Streifen, der erstmals 2024 eingeführt wurde, kann in bewaldeten Gebieten bis zu 4 Kilometer breit sein.
Für Geschäftsreisende, Transportunternehmen und Pendler bedeutet die Wiederaufnahme der Kontrollen verpflichtende Passkontrollen, gelegentliche Nachkontrollen und mögliche Zeitverzögerungen. Logistikfirmen, die „Just-in-Time“-Lieferketten zwischen den baltischen Staaten, Polen und Deutschland betreiben, berichten von bis zu einer Stunde zusätzlicher Pufferzeit bei den Lieferplänen. Arbeitgeber, die Mitarbeiter über die Flughäfen in Warschau, Posen oder Danzig entsenden, werden angewiesen, Nicht-EU-Mitarbeiter darauf hinzuweisen, dass die internen Landgrenzkontrollen die 90/180-Tage-Schengenregel nicht beeinflussen, jedoch Fragen zum Aufenthaltszweck und Nachweise zur Unterkunft beinhalten können.
Das Innenministerium betont, dass die Maßnahmen vorübergehend seien, doch die EU-Institutionen kritisieren die wiederholten Verlängerungen. Brüssel arbeitet noch an Reformen, die künftig gezieltere, auf Geheimdienstinformationen basierende Stichprobenkontrollen anstelle von flächendeckenden Kontrollen ermöglichen sollen. Bis dahin sollten Unternehmen mit mobilen Belegschaften die täglichen Mitteilungen der Grenzschutzbehörde verfolgen und zusätzliche Transitzeiten einplanen, insbesondere für Mitarbeiter, die Mietwagen mit ausländischen Kennzeichen fahren, da diese häufig kontrolliert werden.
Blickt man in die Zukunft, könnte die geplante vollständige Digitalisierung der polnischen Grenzmanagementsysteme – die Passdaten mit dem EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) und dem kommenden Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) verknüpfen wird – die Wartezeiten langfristig verkürzen. Allerdings geben die Behörden zu, dass die Technologie frühestens Ende 2027 einsatzbereit sein wird, sodass eine erneute Verlängerung der aktuellen Kontrollen im Herbst sehr wahrscheinlich ist.
Parallel dazu verlängert Warschau eine separate 78 Kilometer lange Pufferzone entlang der weißrussischen Grenze um weitere 90 Tage ab dem 3. Juni, nachdem Grenzschutz-Einheiten am 2. Juni neun neue illegale Grenzübertrittsversuche meldeten. Der eingeschränkte Streifen, der erstmals 2024 eingeführt wurde, kann in bewaldeten Gebieten bis zu 4 Kilometer breit sein.
Für Geschäftsreisende, Transportunternehmen und Pendler bedeutet die Wiederaufnahme der Kontrollen verpflichtende Passkontrollen, gelegentliche Nachkontrollen und mögliche Zeitverzögerungen. Logistikfirmen, die „Just-in-Time“-Lieferketten zwischen den baltischen Staaten, Polen und Deutschland betreiben, berichten von bis zu einer Stunde zusätzlicher Pufferzeit bei den Lieferplänen. Arbeitgeber, die Mitarbeiter über die Flughäfen in Warschau, Posen oder Danzig entsenden, werden angewiesen, Nicht-EU-Mitarbeiter darauf hinzuweisen, dass die internen Landgrenzkontrollen die 90/180-Tage-Schengenregel nicht beeinflussen, jedoch Fragen zum Aufenthaltszweck und Nachweise zur Unterkunft beinhalten können.
Das Innenministerium betont, dass die Maßnahmen vorübergehend seien, doch die EU-Institutionen kritisieren die wiederholten Verlängerungen. Brüssel arbeitet noch an Reformen, die künftig gezieltere, auf Geheimdienstinformationen basierende Stichprobenkontrollen anstelle von flächendeckenden Kontrollen ermöglichen sollen. Bis dahin sollten Unternehmen mit mobilen Belegschaften die täglichen Mitteilungen der Grenzschutzbehörde verfolgen und zusätzliche Transitzeiten einplanen, insbesondere für Mitarbeiter, die Mietwagen mit ausländischen Kennzeichen fahren, da diese häufig kontrolliert werden.
Blickt man in die Zukunft, könnte die geplante vollständige Digitalisierung der polnischen Grenzmanagementsysteme – die Passdaten mit dem EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) und dem kommenden Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) verknüpfen wird – die Wartezeiten langfristig verkürzen. Allerdings geben die Behörden zu, dass die Technologie frühestens Ende 2027 einsatzbereit sein wird, sodass eine erneute Verlängerung der aktuellen Kontrollen im Herbst sehr wahrscheinlich ist.
Quelle: Tygodnik Solidarność