
Am 2. Juni 2026 kündigte die Höhere Schule der Grenzpolizei (Wyższa Szkoła Straży Granicznej) die Konferenz „BorderSec. Grenzmanagement – Neue Technologien“ an, die am 24. und 25. Juni in Przemyśl stattfinden wird. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der Polnischen Plattform für Innere Sicherheit (PPBW) organisiert und bringt Grenzsicherheitsbeamte, IT-Anbieter und Forschungseinrichtungen zusammen, um modernste Lösungen zu diskutieren – von KI-gestützter Biometrie, autonomen Überwachungsdrohnen und mobilen Dokumentenscannern bis hin zu fortschrittlicher Risikoanalyse-Software. Die nächste Woche veröffentlichte Agenda wird voraussichtlich Live-Demonstrationen der derzeit an der weißrussischen Grenze erprobten intelligenten Kameratürme sowie Workshops zur Integration der polnischen nationalen Grenz-IT mit dem EU-Einreise-/Ausreisesystem enthalten. Start-ups, die sich auf manipulationssichere Frachtplomben und sensorbasierte elektronische Grenztore spezialisiert haben, wurden eingeladen, ihre Lösungen im Rahmen der „Border Innovation Challenge“ vorzustellen. Für Mobilitätsmanager in Unternehmen signalisiert die Konferenz die Richtung der polnischen Kontrollpolitik: Technologien, die legitime Reisen beschleunigen und gleichzeitig die irreguläre Migration stärker kontrollieren. Fluggesellschaften und Logistikanbieter, die die Grenzübergänge Korczowa und Medyka nutzen, wurden um Feedback zu Anwendungsfällen gebeten, was darauf hindeutet, dass die Branche mit Blick auf Durchlaufzeiten ernst genommen wird. Die Grenzpolizei betont, dass die Erkenntnisse von BorderSec in den Beschaffungsplan 2027–2030 einfließen werden, der ein Volumen von über 1 Milliarde PLN haben könnte. Anbieter, die bereits nach NATO- oder EU-Sicherheitsstandards zertifiziert sind, dürften im Vorteil sein, doch die Einbindung von Universitäten zeigt Offenheit für experimentelle Prototypen. Die Teilnahme ist für den öffentlichen Sektor kostenfrei, für private Unternehmen beträgt die Gebühr 950 PLN. Die Sitzungen werden gestreamt, sodass Personal- und Risikomanagementteams, die Mitarbeiter entlang der östlichen Grenze Polens versetzen, die Entwicklungen verfolgen können, ohne nach Podkarpackie reisen zu müssen. Die frühzeitige Einführung der vorgestellten Technologien könnte letztlich die Wartezeiten für Firmenfahrer und Geschäftsreisende deutlich verkürzen.
Quelle: Wyższa Szkoła Straży Granicznej