
Der französische Sender TF1 Info berichtet, dass während des G7-Gipfels vom 15. bis 17. Juni über 13.000 nationale und mobile Polizeikräfte im Einsatz sein werden, unterstützt von Marine- und Luftstreitkräften. Diese Zahl umfasst spezialisierte Hundestaffeln, Ermittler für Cyberkriminalität sowie eine 300-köpfige Drohnenabwehr-Einheit, die mit Signalstörgewehren ausgerüstet ist. Die Behörden haben das bestehende Drohnenflugverbot von der Innenstadt von Évian auf die gesamte französische Seite des Genfersees ausgeweitet und damit die Schweizer Luftfahrtsbeschränkungen angeglichen. Gewerbliche Drohnenbetreiber, darunter regionale Paketliefer-Start-ups, wurden angewiesen, ihre Flotten bis zum 18. Juni am Boden zu halten. Die Geschäftsflugterminals in Annecy und Annemasse dienen als Ausweichlandeplätze für Hubschrauber der Delegationen, falls der Flughafen Genf wegen Wetter- oder Sicherheitsproblemen geschlossen wird. Unternehmen, die Hubschrauber chartern, müssen ihre Flugpläne 24 Stunden im Voraus anmelden und mit kurzfristigen Stornierungen rechnen. Vor Ort wurden die Motorradbrigaden der Gendarmerie zur Eskorte der Gipfelkonvois abgezogen, was kurzfristig zu einer geringeren Verkehrskontrolle auf Nebenstraßen in Rhône-Alpes führt. Die örtlichen Präfekten bitten Autofahrer, mit weniger Polizeipräsenz auf Nebenstraßen zu rechnen. Während die verstärkte Präsenz viele Anwohner beruhigt, befürchten Gastgewerbeverbände, dass die sichtbare Militarisierung Spätbucher zu Beginn der Sommersaison abschrecken könnte. Die regionale Tourismusbehörde startet daher eine Social-Media-Kampagne, die betont, dass Ziele außerhalb der roten und blauen Zonen weiterhin offen sind.
Quelle: TF1 Info
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