
Französische und belgische Strafverfolgungsbehörden führten am 11. und 12. Juni eine gemeinsame Aktion entlang von 23 Kilometern der A16-Autobahn sowie auf Nebenstraßen zwischen De Panne (BE) und Tournai (BE) über Dunkerque (FR) durch. Laut Mitteilung der belgischen Bundespolizei wurden 312 Fahrzeuge angehalten und 489 Personen einer Identitätskontrolle unterzogen. Die Kontrolle führte zu 27 Festnahmen wegen Straftaten wie Schleusung, Handel mit gestohlenen Fahrzeugen und Drogenbesitz. Die Aktion erfolgte nur wenige Tage nach Inkrafttreten des EU-Migrationspakts und zeigt, wie die bilaterale Polizeizusammenarbeit verstärkt wird, um kriminelle Netzwerke an den inneren Schengen-Grenzen zu zerschlagen. Die Beamten setzten mobile Fingerabdruckscanner ein, die in Echtzeit mit Frankreichs AGDREF und dem belgischen Nationalregister verbunden sind, wodurch die Überprüfungszeit auf unter zwei Minuten sank. Für Unternehmen, die auf den Straßentransport zwischen dem Hafen von Dunkerque und Logistikzentren in Westflandern angewiesen sind, führten die verstärkten Kontrollen zu durchschnittlichen Verzögerungen von 25 Minuten während der Nachtstunden. Logistikverbände begrüßten die Maßnahme und betonten, dass die Bekämpfung von Ladungsdiebstahl letztlich die Sicherheit der Lieferketten verbessert. Unternehmen mit Mitarbeitershuttles oder grenzüberschreitenden Projektteams sollten ihre Fahrer über die erforderlichen Dokumente – Original-Fahrzeugschein, Beschäftigungsnachweis und bei Drittstaatsangehörigen Aufenthaltserlaubnisse – informieren, um Verzögerungen bei Nachkontrollen zu vermeiden.
Quelle: Belgian Federal Police