
Das polnische Innen- und Verwaltungsministerium (MSWiA) bestätigte am 16. Juni 2026, dass die nächste Generation der biometrischen Eurodac-Datenbank landesweit in allen Grenzschutz- und Polizeistationen in Betrieb genommen wurde. Eurodac speichert und vergleicht sofort die Fingerabdrücke von Personen, die Asyl beantragen, nach einer irregulären Grenzüberquerung aufgegriffen werden oder sich illegal in einem EU-Mitgliedstaat aufhalten. Die Modernisierung – Teil des EU-Migrations- und Asylpakts 2023 – wurde mit Mitteln des Inneren Sicherheitsfonds kofinanziert und sechs Monate vor Ablauf der EU-weiten Frist umgesetzt.
Das polnische Upgrade umfasst 186 mobile Fingerabdruckscanner, 52 feste Arbeitsstationen an den wichtigsten Straßen- und Bahnübergängen sowie eine direkte Anbindung an SIS-II und VIS. Laut MSWiA können Personen nun in weniger als sechs Sekunden mit 14 Millionen EU-Datensätzen abgeglichen werden – eine zwanzigfache Verbesserung gegenüber der Vorgängerversion. Zudem werden Gesichtsbilder erfasst, sodass polnische Beamte beide biometrischen Merkmale gleichzeitig abfragen können.
Im Einsatz hilft die Datenbank bereits dabei, Mehrfach-Asylanträge herauszufiltern und Dokumentenfälschungen an den deutschen und litauischen Grenzen zu erkennen, wo Warschau bis zum 1. Oktober 2026 vorübergehende Schengen-Kontrollen aufrechterhält. Treffer in Eurodac werden automatisch an das Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität bei Europol weitergeleitet, was das Ministerium als „nahtlose Informationskette“ gegen Schmuggelnetzwerke bezeichnet.
Für Arbeitgeber und Manager globaler Mobilität bedeutet die Neuerung schnellere Identitätsprüfungen bei den Woiwodschaftsämtern, wenn ausländische Mitarbeiter Aufenthaltstitel beantragen. Personalabteilungen sollten nicht-EU-Mitarbeiter darauf hinweisen, dass Fingerabdrücke, die bei der Arbeitserlaubnis-Erteilung genommen wurden, nun von den Grenzbehörden wiederverwendet werden können. Datenschutzinformationen und Onboarding-Materialien sollten entsprechend aktualisiert werden. Unternehmen, die Mitarbeiter im Rahmen des EU-Blauen-Karte-Programms entsenden, wird empfohlen, Termine frühzeitig zu buchen; die neue Technik hat die Interviewdauer von 30 auf 15 Minuten halbiert, die Nachfrage nach Terminen ist jedoch hoch.
Blick in die Zukunft: Das MSWiA plant, bis Dezember 2026 eine Pilotphase für Eurodac v2 mit „Linking“-Funktion einzuführen – die Möglichkeit, Familiengruppen zu kennzeichnen. Dies soll Familienzusammenführungen beschleunigen und, so hoffen die Behörden, Schleuser abschrecken, die Gruppen absichtlich trennen, um der Erkennung zu entgehen.
Das polnische Upgrade umfasst 186 mobile Fingerabdruckscanner, 52 feste Arbeitsstationen an den wichtigsten Straßen- und Bahnübergängen sowie eine direkte Anbindung an SIS-II und VIS. Laut MSWiA können Personen nun in weniger als sechs Sekunden mit 14 Millionen EU-Datensätzen abgeglichen werden – eine zwanzigfache Verbesserung gegenüber der Vorgängerversion. Zudem werden Gesichtsbilder erfasst, sodass polnische Beamte beide biometrischen Merkmale gleichzeitig abfragen können.
Im Einsatz hilft die Datenbank bereits dabei, Mehrfach-Asylanträge herauszufiltern und Dokumentenfälschungen an den deutschen und litauischen Grenzen zu erkennen, wo Warschau bis zum 1. Oktober 2026 vorübergehende Schengen-Kontrollen aufrechterhält. Treffer in Eurodac werden automatisch an das Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität bei Europol weitergeleitet, was das Ministerium als „nahtlose Informationskette“ gegen Schmuggelnetzwerke bezeichnet.
Für Arbeitgeber und Manager globaler Mobilität bedeutet die Neuerung schnellere Identitätsprüfungen bei den Woiwodschaftsämtern, wenn ausländische Mitarbeiter Aufenthaltstitel beantragen. Personalabteilungen sollten nicht-EU-Mitarbeiter darauf hinweisen, dass Fingerabdrücke, die bei der Arbeitserlaubnis-Erteilung genommen wurden, nun von den Grenzbehörden wiederverwendet werden können. Datenschutzinformationen und Onboarding-Materialien sollten entsprechend aktualisiert werden. Unternehmen, die Mitarbeiter im Rahmen des EU-Blauen-Karte-Programms entsenden, wird empfohlen, Termine frühzeitig zu buchen; die neue Technik hat die Interviewdauer von 30 auf 15 Minuten halbiert, die Nachfrage nach Terminen ist jedoch hoch.
Blick in die Zukunft: Das MSWiA plant, bis Dezember 2026 eine Pilotphase für Eurodac v2 mit „Linking“-Funktion einzuführen – die Möglichkeit, Familiengruppen zu kennzeichnen. Dies soll Familienzusammenführungen beschleunigen und, so hoffen die Behörden, Schleuser abschrecken, die Gruppen absichtlich trennen, um der Erkennung zu entgehen.
Quelle: PAP MediaRoom
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