
Der Flughafen Dublin hat die Installation von 25 modernisierten automatisierten Grenzkontrolltoren (eGates) abgeschlossen, die von Vision-Box/Amadeus geliefert wurden, teilte das Justizministerium am 25. Mai 2026 mit. Das neue System verfügt über verbesserte Gesichtserkennungsalgorithmen, eine optimierte Erkennung von Identitätsfälschungen und – besonders wichtig für Geschäftsreisende aus EU-Ländern mit Personalausweis – einen integrierten Ausweisleser. Im Jahr 2025 nutzten rund 6,3 Millionen Passagiere die eGates in Terminal 1 und Terminal 2. Für 2026 wird mit über 20 Millionen Passagieren gerechnet, was Bedenken hinsichtlich Wartezeiten und der Kapazität manueller Kontrollstellen aufkommen lässt. Die technische Aufrüstung ermöglicht laut Anbieter eine Steigerung des Passagierdurchsatzes um bis zu 30 % pro Gate. Berechtigte Reisende müssen mindestens 18 Jahre alt sein, einen elektronischen Reisepass oder (für ausgewählte EU-Staaten) einen biometrischen Personalausweis besitzen und keine zusätzlichen Einwanderungskontrollen benötigen. Bei Auffälligkeiten führt die Grenzschutzbehörde eine sekundäre Kontrolle durch. Für Mobilitätsplaner in Unternehmen bedeutet das Upgrade schnellere Abfertigung für häufig reisende EU- und britische Staatsbürger, während Visuminhaber aus Ländern ohne eGate-Zugang keine Änderungen bemerken werden. Das Ministerium betont, dass der Datenschutz den EU-DSGVO-Vorschriften entspricht und biometrische Daten verschlüsselt und nach Verlassen des Landes gelöscht werden. Die Einführung steht im Einklang mit Irlands umfassender Digitalisierungsstrategie für Grenzkontrollen, zu der auch das kommende EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) gehört, das nun für Ende 2026 geplant ist. Die Integrationstests mit dem EES laufen bereits, sodass der Flughafen Dublin für einen reibungslosen Übergang zu pan-europäischen biometrischen Kontrollen bestens gerüstet ist.