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Italien hebt sechsmonatige Grenzkontrollen zu Slowenien auf – Erleichterung für irische Straßengüterverkehrsunternehmen

Juni 19, 2026
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Italien hebt sechsmonatige Grenzkontrollen zu Slowenien auf – Erleichterung für irische Straßengüterverkehrsunternehmen
Das Schengen-Dashboard der Europäischen Kommission zeigt, dass Italiens interne Grenzkontrollen zu Slowenien, die im Dezember 2025 zur Bekämpfung von Migrantenschmuggel wieder eingeführt wurden, am 18. Juni 2026 ausgelaufen sind. Die Aufhebung stellt die passfreie Reise auf dem Korridor A34/A23 wieder her – eine der beliebtesten Landrouten für irische Logistikunternehmen, die Pharmazeutika vom Hafen Triest nach Mitteleuropa transportieren. Während der sechsmonatigen Sperre mussten Lkw-Fahrer am Grenzübergang Fernetti Wartezeiten von bis zu drei Stunden in Kauf nehmen, was die Kosten und Unsicherheiten in den „Landbrücken“-Lieferketten erhöhte, die die direkten Fährverbindungen Irlands nach Frankreich und Spanien ergänzen. Laut der Irish Road Haulage Association haben Mitglieder schätzungsweise 600 Sendungen über Österreich umgeleitet, was durchschnittlich 420 Euro Mehrkosten pro Anhänger verursachte. Für Geschäftsreisende bedeutet die Änderung, dass irische Ingenieure, die an erneuerbaren Energieprojekten in Friaul oder grenzüberschreitenden Bauvorhaben rund um Koper arbeiten, wieder auf Tagesbesuche vor Ort setzen können, ohne für spontane Polizeikontrollen Pässe mitführen zu müssen. Arbeitgeber sollten jedoch beachten, dass Italien angekündigt hat, die Kontrollen vor den Olympischen Winterspielen 2026 bei erneuten Sicherheitsbedrohungen wieder einzuführen. Die Grenzöffnung bringt auch Vorteile für globale Mobilitätsteams, die Haushaltsumzüge auf dem Landweg planen. Umzugsunternehmen berichten, dass Van-Linien wegen der Versicherungsprämien, die durch Grenzstaus in Slowenien entstanden, vorübergehend den Transit eingestellt hatten; diese Zuschläge – etwa 150 Euro pro Container – dürften nun entfallen, was die Umzugskosten für Familien um mehrere hundert Euro senkt. Irische Entscheidungsträger sehen den Vorfall als Warnung: Obwohl Irland nicht zum Schengen-Raum gehört, untergraben routinemäßige Grenzkontrollen in anderen Ländern die Planbarkeit, auf die Exporteure angewiesen sind. Das Verkehrsministerium kündigte an, sich während der kommenden EU-Ratspräsidentschaft für strengere Verhältnismäßigkeitsprüfungen einzusetzen, bevor Mitgliedstaaten Kontrollen wieder einführen dürfen.
Quelle: European Commission – Migration & Home Affairs

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