
Vor der dramatischen Kulisse des Colle di Tenda schnitten Vertreter aus Piemont und den Alpes-Maritimes am 20. Juni das Band für den RivierALP Trail durch. Das von der EU geförderte ALCOTRA-Projekt verbindet die ligurischen Strände mit alpinen Festungen über ein 500 Kilometer langes Netz aus Rad- und Wanderwegen und fördert so klimafreundliches Reisen und grenzüberschreitenden Tourismus. Das Eröffnungsfest bot geführte Wanderungen durch das renovierte Fort Central sowie einen Geschicklichkeitspark für E-Bikes. Die Gravel-Route Alta Via del Sale, die nun digital kartiert und ausgeschildert ist, eröffnet Logistikunternehmen die Möglichkeit, Gepäck-Transfers für zahlungskräftige „Slow-Tourismus“-Kunden anzubieten – ein Marktsegment, das laut ENIT jährlich um 12 % wächst. Lokale Bürgermeister betonten, dass die Wiedereröffnung des historischen Tenda-Eisenbahntunnels im Jahr 2027 perfekt mit dem Trail harmonieren wird und nahtlose Bike- und Zugverbindungen zwischen Cuneo, Nizza und Monaco ermöglicht. Die Initiative zeigt beispielhaft, wie sanfte Mobilitätskorridore Gemeinden revitalisieren können, die durch die Erdrutsche des Sturms Alex 2020 monatelang von Straßenverbindungen abgeschnitten waren. Für im Ausland tätige Mitarbeiter an der Côte d’Azur oder in Turin schafft die neue Route Wochenendfluchtmöglichkeiten ganz ohne Mietwagen. Auch betriebliche Gesundheitsprogramme könnten den Trail für Teambuilding nutzen und gleichzeitig CSR-Ziele im Bereich nachhaltiges Reisen erfüllen. Betreiber müssen jedoch Wetterwarnungen im Blick behalten; die Veranstalter bestätigten, dass bei starken alpinen Gewittern Nachmittagsaktivitäten ins Innere verlegt werden.
Quelle: Limone Piemonte Turismo