
Am Rande des Brüsseler Gipfels lud Ministerpräsidentin Giorgia Meloni dreizehn weitere Regierungschefs der EU sowie die Europäische Kommission ein, um die kürzlich verabschiedete Rückkehrverordnung der EU zu besprechen. Laut EUnews lobten die Teilnehmer – von Österreich bis Schweden – die zügige Verabschiedung des Gesetzes und forderten eine ebenso schnelle Umsetzung auf nationaler Ebene. Italien präsentierte das Treffen als Beleg für eine wachsende Koalition, die seine Agenda für „geordnete Migration“ unterstützt. Meloni betonte, dass die praktische Umsetzung „innerhalb weniger Wochen“ beginnen müsse, und verwies auf Italiens neue digitale Fallmanagement-Plattform, die Polizei, Asylbehörden und Arbeitsinspektoren vernetzen soll. Dänemark und die Niederlande schlossen sich dem Aufruf an und hoben Pilotprojekte hervor, die Rückkehrer mit EU-finanzierten Wiedereingliederungszuschüssen verbinden. Für Mobilitätsteams in Unternehmen bringt die Rückkehrverordnung einheitliche Fristen – meist 30 Tage – für die freiwillige Ausreise vor einer zwangsweisen Abschiebung. Obwohl die Regelungen auf irreguläre Migranten abzielen, könnten sie indirekt auch Berufungsverfahren gegen negative Arbeitserlaubnisentscheidungen beschleunigen, weshalb Personalabteilungen die Fristen künftig genauer im Blick behalten müssen. Die Regierungschefs wiesen zudem auf den Bedarf an EU-Fördermitteln hin, um „innovative Lösungen“ zu erproben – ein Begriff, der weithin als Unterstützung für Italiens Auslagerung der Asylverfahren nach Albanien verstanden wird. Unternehmen, die Drittstaatsangehörige beschäftigen, sollten die Mittelvergabe genau verfolgen: Projekte zur Verbesserung der digitalen Identitätsprüfung oder zur Entlastung von Botschaften könnten die Visaerteilung planbarer machen.
Quelle: EUnews
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