
Der Reiseversicherer AXA hat kurz vor dem Sommerreiseansturm seinen Halbjahresbericht zu den Schengen-Binnengrenzen veröffentlicht und listet dabei die Schweiz unter den Ländern auf, die mit verstärkten Kontrollen rechnen müssen, da mehrere Nachbarstaaten ihre Grenzkontrollen mindestens bis zum 21. Juni verlängern. Deutschland, Frankreich und Italien kontrollieren weiterhin ausgewählte Grenzübergänge aufgrund irregulärer Migration und bevorstehender Sportveranstaltungen, während Österreich die Kontrollen an den Grenzen zu Slowenien und Ungarn ausgeweitet hat. Obwohl die Schweiz ihre Grenzen offen hält, sollten Fahrer auf dem Weg nach Mailand, München oder Lyon mit stichprobenartigen Ausweiskontrollen rechnen, insbesondere bei nächtlichen Einsätzen. Für Schweizer Unternehmen, die Techniker im 24-Stunden-Service entsenden, ist die wichtigste Empfehlung, das Personal mit Reisepässen (nicht nur Personalausweisen) sowie Kopien von A1-Bescheinigungen oder Kurzzeitarbeitsmeldungen auszustatten, um Bußgelder zu vermeiden. Logistikunternehmen wird geraten, auf wichtigen Routen wie Basel–Karlsruhe (A5) und Genf–Lyon (A40) Zeitpuffer von 30 bis 45 Minuten einzuplanen, bis sich die Kontrollmuster nach dem Juni-Juli-Veranstaltungszyklus stabilisieren. AXA weist zudem darauf hin, dass Nicht-EU-Beschäftigte mit „B“- oder „L“-Bewilligungen, die in der Schweiz wohnen, mit ihrer Schweizer Aufenthaltskarte allein außerhalb der Schweiz keinen ausreichenden Nachweis ihres Schengen-Status haben; sie müssen zusätzlich den Reisepass mit dem Einreisevisum oder Einreisestempel mitführen.
Quelle: AXA Schengen
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