
Das australische Außen- und Handelsministerium hat am 25. Juni stillschweigend zwei Reisehinweise aktualisiert, die für australische Unternehmen mit Aktivitäten im Pazifik und in Lateinamerika von großer Bedeutung sind. Vanuatu wurde nach einer sechsmonatigen Überprüfung der Wiederaufbauarbeiten nach Zyklonen und Verbesserungen der Navigationshilfen am Flughafen Bauerfield in Port Vila von „hohe Vorsicht walten lassen“ auf „normale Sicherheitsvorkehrungen treffen“ herabgestuft. Im Gegensatz dazu wurde die Reisewarnung für Venezuela auf „Reisen nicht empfohlen“ erhöht, nachdem landesweite Streiks, Währungsknappheit und gewaltsame Proteste in Caracas und Maracaibo eine Woche lang andauerten. Das Außenministerium verweist auf eine „starke Verschlechterung der Sicherheitslage“ und die Möglichkeit weiterer Flughafenschließungen als Gründe, warum Australier das Land verlassen sollten, solange noch kommerzielle Flüge stattfinden. Unternehmen, die Techniker und Hilfskräfte nach Vanuatu entsenden, können nun mit regulären Prämien für die Firmenreiseversicherung rechnen, statt der zuvor üblichen 25-prozentigen Aufschläge, die viele Versicherer bei Stufe 2 erhoben hatten. Reisende müssen jedoch weiterhin die gelegentliche vulkanische Aktivität auf Ambae sowie wasserbedingte Krankheiten auf den Außeninseln beachten. Multinationale Unternehmen mit Mitarbeitern in Venezuela sollten Notfallpläne aktivieren: Reisepassgültigkeit prüfen (die australische Botschaft in Santiago kann Notfalldokumente ausstellen) und Bargeldversorgung überdenken, da Geldautomaten oft keine Bolívares mehr ausgeben. Fernarbeitende, die südamerikanische Kunden betreuen, müssen mit Internetausfällen rechnen, da staatliche Anbieter den Strom rationieren. Die Smartraveller-Website bietet die Möglichkeit, länderspezifische SMS-Warnungen zu abonnieren – ein Schritt, den Mobilitätsmanager für alle Einsätze in Risikogebieten verbindlich vorschreiben sollten. Organisationen, die offizielle Warnungen ignorieren, riskieren, dass ihre Firmenversicherung im Falle einer notwendigen Evakuierung erlischt.
Quelle: Smartraveller
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