
Der internationale Tourismus in Brasilien hat im Mai weiter an Fahrt gewonnen und die Zahlen haben erstmals alle bisherigen Ergebnisse für diesen Monat übertroffen. Laut Daten, die am 27. Juni 2026 von Embratur, dem Tourismusministerium und der Bundespolizei veröffentlicht wurden, reisten im Mai 486.262 ausländische Besucher ins Land – 5,4 % mehr als im Mai 2025 und der beste Mai-Wert aller Zeiten. Auch das kumulative Bild ist beeindruckend: Von Januar bis Mai 2026 landeten 4,81 Millionen Reisende in Brasilien, nur 1,4 % unter dem Rekordwert des Vorjahres, obwohl die durchschnittliche Aufenthaltsdauer und die täglichen Ausgaben gestiegen sind. Die Ankünfte per Flugzeug stiegen um 14,9 %, was die zusätzliche Langstreckenkapazität widerspiegelt, die seit der Wiedereinführung des E-Visums für US-, kanadische und australische Staatsbürger im April sowie der Ankündigung der visafreien Einreise für chinesische Staatsbürger im Mai geschaffen wurde. Argentinien blieb mit 1,9 Millionen Besuchern der größte Herkunftsmarkt, gefolgt von den USA (338.000) und Paraguay (284.000). Starkes zweistelliges Wachstum verzeichneten Europa (+17 %), Asien (+15 %) und das benachbarte Südamerika (+16 %). Kleinere Märkte wie Australien, Kanada und Chile erreichten neue Rekorde, während China und Kolumbien die am schnellsten wachsenden Märkte waren. Auf der Inlandsseite bearbeiteten São Paulo und Rio de Janeiro jeweils etwa 1,2 Millionen ausländische Besucher im Fünfmonatszeitraum. Kleinere Flughäfen wie Rio Grande do Norte (+151 %) und Pernambuco (+104 %) profitierten von neuen Charterprogrammen und Billigfliegerdiensten, die sich an europäische Freizeitreisende und brasilianische Auswanderer richten, die Verwandte besuchen. Für Unternehmen, die Geschäftsreisende oder Projekteinsätze in Brasilien managen, bestätigen die Zahlen, dass die Nachfrage nach Hotels, Flügen und kurzfristigen Unterkünften wieder anzieht. Organisationen sollten frühzeitig für die Hochsaison von Juli bis September buchen und die Verfügbarkeit in São Paulo und Rio beobachten, wo Messekalender und Qualifikationsspiele zur Fußball-Weltmeisterschaft zusätzliche Spitzen verursachen werden.
Quelle: Correio Petropolitano