
Das Umfassende Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (CEPA) zwischen den VAE und der Ukraine tritt am 1. Juli 2026 rechtskräftig in Kraft. Es beseitigt oder reduziert Zölle auf bis zu 99 Prozent der gehandelten Waren und eröffnet neue Möglichkeiten für Dienstleistungen und Investitionsströme. Obwohl CEPA in erster Linie ein Handelsinstrument ist, bestätigten die Verhandlungsführer, dass es eine beschleunigte Visafazilität für akkreditierte Investoren und Projektspezialisten beinhaltet – ähnlich den Mobilitätsklauseln in den Abkommen der VAE mit der Türkei und Südkorea. Unternehmen profitieren von vereinfachten Mehrfacheinreise-Visa mit einer Gültigkeit von fünf Jahren, die über spezielle ICP-Schalter abgewickelt werden, vorbehaltlich einer Sicherheitsüberprüfung. Der bilaterale Nicht-Öl-Handel erreichte 2025 ein Volumen von 346,8 Millionen US-Dollar und soll sich innerhalb von fünf Jahren verdreifachen, was einen geschätzten Beitrag von 369 Millionen US-Dollar zum BIP der VAE bedeutet. Logistikunternehmen in der Freihandelszone Jebel Ali haben begonnen, Hub-and-Spoke-Lösungen für ukrainische Agrartechnologie-Exporteure zu vermarkten, die die GCC-Märkte anvisieren. Für Personal- und Global-Mobility-Manager ist die wichtigste Erkenntnis die verkürzte Vorlaufzeit für den Einsatz ukrainischer Techniker in VAE-Projekten – insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, Agrartechnologie und fortschrittliche Fertigung in den Clustern KIZAD und Dubai South. Unternehmen sollten sich mit dem kommenden Online-Portal „CEPA Pass“ vertraut machen, das voraussichtlich dem im letzten Jahr gestarteten Indien-VAE-Korridor ähnelt. Risikoteams müssen weiterhin die regionale Sicherheitslage beobachten; trotz der vertieften Zusammenarbeit zwischen den VAE und der Ukraine bleiben Flüge über Teile Osteuropas durch NOTAMs eingeschränkt, und zusätzliche Reiseversicherungszuschläge könnten erforderlich sein.
Quelle: Gulf News