
Die Entscheidung Ottawas, die am 4. Juli bestätigt wurde, die Reisehinweise für die Vereinigten Arabischen Emirate von „Nicht notwendige Reisen vermeiden“ (Stufe 3) auf „Erhöhte Vorsicht walten lassen“ (Stufe 2) herabzustufen, mag bürokratisch erscheinen, hat aber sofortige wirtschaftliche Auswirkungen. Nach den kanadischen Firmenreiserichtlinien erfordern Ziele der Stufe 2 in der Regel nur die Zustimmung eines Managers, nicht jedoch die Genehmigung der Geschäftsleitung oder des Vorstands. Die Herabstufung folgt auf eine einmonatige Deeskalation der regionalen Spannungen und erfolgt zeitgleich mit der Wiederaufnahme von 97 % des Emirates-Vor-Konflikt-Netzwerks. Reiseveranstalter melden einen wöchentlichen Anstieg von 40 % bei neuen Dubai-Reisebuchungen durch kanadische Unternehmen aus den Bereichen Energiedienstleistungen, saubere Technologien und Hochschulbildung – Branchen, die traditionell auf persönliche Kontakte im Golf angewiesen sind. Vertreter von Dubai Economy und Tourismus begrüßten die Entscheidung umgehend und wiesen darauf hin, dass Kanada 2025 bereits 46.000 Übernachtungsgäste entsandt hat, eine Zahl, die voraussichtlich stark steigen wird, sobald der von Air Canada ausgesetzte Direktflug Toronto–Dubai Ende Oktober wieder aufgenommen wird. Arbeitgeber mit kanadischen Expatriates vor Ort können unterdessen die im März eingeführten, verschärften Fürsorgepflichten lockern, die Ottawa bei der Abreise nicht notwendiger Mitarbeiter angeordnet hatte. Risikoberater warnen jedoch, dass Stufe 2 weiterhin mit dem Hinweis „erhöhte Vorsicht“ versehen ist. Reisende müssen ihre Reiserouten registrieren und die regionale Lage im Auge behalten, doch die Genehmigungsverfahren für Dienstreisen werden deutlich unkomplizierter. Versicherer haben bereits Prämienreduzierungen für Gruppenpolicen mit UAE-Reiseabdeckung angekündigt.
Quelle: Travel & Tour World