
Der Lagebericht vom 30. Juni der Sicherheitsfirma Solace Global bestätigt, dass trotz Drohnen- und Raketenangriffen zwischen Iran und den USA vom 26. bis 28. Juni der Luftraum über Jordanien, Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, Oman und den VAE weiterhin offen bleibt. Die Analyse warnt vor einem „hohen Risiko taktischer Fehleinschätzungen“ in der Straße von Hormus, bewertet die jüngsten Angriffe jedoch als gezielt so dosiert, dass sie unter der Schwelle bleiben, die zu erneuten Luftraumsperrungen wie im März führen würde. Für Mobilitätsmanager bedeutet das Update eine Beruhigung: Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi laufen planmäßig, dennoch sollten alternative Routen über Kairo oder Istanbul weiterhin in den Reiseplänen berücksichtigt werden. Reisemanagement-Teams werden angehalten, Reisende über mögliche kurzfristige Änderungen zu informieren, NOTAMs zu überwachen und eine 24/7-Personenverfolgung in der Region sicherzustellen. Unternehmen mit maritimen Aktivitäten sollten zudem die Richtlinien zu AIS-Dunkelphasen überprüfen und sicherstellen, dass Charterverträge Klauseln zu Kriegsrisiken enthalten. Die Fluggesellschaften zeigen sich bislang zuversichtlich: Emirates meldete während der Eid-Pause eine Auslastung von 93 Prozent auf Langstreckenflügen, und Etihad hat seine Frequenzen nach Nordamerika beibehalten. Dennoch weist Solace darauf hin, dass eine unvorhergesehene Eskalation zu Kriegsrisikozuschlägen der Versicherer führen könnte, was Ticketpreise und Frachtkosten erhöhen würde.
Quelle: Solace Global