
Am 6. Juli startete die brasilianische Bundespolizei (PF) die Operationen „Além Mares“ und „Kokainlieferung“ und führte Durchsuchungen sowie Vorsichtsmaßnahmen gegen drei ausgelagerte Mitarbeiter durch, die verdächtigt werden, Kokain über den Flughafen São Paulo/Guarulhos zu schmuggeln. Die Ermittlungen folgen auf frühere Beschlagnahmungen in Lissabon und Frankfurt, bei denen die Drogen bis zum verkehrsreichsten Drehkreuz Brasiliens zurückverfolgt wurden. Zwei der mutmaßlichen Helfer waren bereits wegen verwandter Vorwürfe in Haft; die jüngsten Razzien konzentrierten sich auf digitale Forensik und Schwachstellen in der Lieferkette im Gepäckabfertigungsbereich. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe Insider-Zugang nutzte, um Gepäckanhänger auszutauschen und die Röntgenkontrolle während der nächtlichen Hauptabflugzeiten zu umgehen. Nach dem Einsatz hat die PF die 100%ige Dokumentenprüfung für alle Rampenmitarbeiter wieder eingeführt und angekündigt, stichprobenartige Nachkontrollen von Gepäckstücken der Besatzung auf Flügen nach Europa durchzuführen. Fluggesellschaften am Terminal 3 warnen ihre Kunden, bis auf Weiteres mindestens 30 Minuten früher als üblich anzureisen. Für Manager im Bereich globale Mobilität und Reisemanagement unterstreicht der Vorfall die Bedeutung proaktiver Sicherheitsbriefings für Mitarbeiter, die über GRU reisen, insbesondere bei kurzen Anschlusszeiten zu Partnerfluggesellschaften. Unternehmen, die sensible Proben oder hochwertige Prototypen im Frachtraum transportieren, sollten sich mit Spediteuren abstimmen, um sicherzustellen, dass die Siegel der Lieferkette den verschärften Kontrollen entsprechen.
Quelle: Polícia Federal
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