
Das Portemonnaie aller, die in Brasilien fliegen müssen – sei es ein Manager aus São Paulo, der zu einem Kundentermin in Recife pendelt, oder eine Expat-Familie, die einen Winterurlaub in der Sonne plant – wird spürbar leichter. Laut Daten, die am 6. Juli von CNN Brasil veröffentlicht wurden, lag der durchschnittliche Ticketpreis im Mai bei 632,53 R$, ein Anstieg von 11,2 % im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres. Die Luftfahrtbehörde ANAC führt den Großteil des Preisanstiegs auf einen 68,5 % höheren Kerosinpreis (QAV) zurück, eine Kostensteigerung, die die Airlines zwangsläufig an die Passagiere weitergeben. Obwohl das brasilianische Ministerium für Häfen und Flughäfen Ende Juni eine Notkreditlinie von 661 Millionen R$ einführte, um den Liquiditätsdruck der Fluggesellschaften zu mildern, haben sich die Ticketpreise bisher nicht verringert. Die drei größten Airlines – Gol, LATAM und Azul – reduzieren weiterhin Kapazitäten und setzen größere Flugzeuge ein, um die Treibstoffkosten auf mehr Sitze zu verteilen, doch ihr gemeinsames Inlandsangebot liegt immer noch 6 % unter dem Höchststand von 2019. Geschäftsreisende berichten, dass die durchschnittlichen Einzelflugtickets auf Hauptstrecken wie Brasília–Rio Santos Dumont inzwischen regelmäßig über 1.200 R$ liegen, wenn sie weniger als sieben Tage im Voraus gebucht werden. Für multinationale Unternehmen wirkt sich der Preisschock direkt auf die Mobilitätsbudgets aus. Umzugspakete mit regelmäßigen Heimflügen müssen neu kalkuliert werden, und regionale Projektteams könnten von Tagesrückflügen auf Übernachtzüge oder virtuelle Meetings umsteigen müssen. Auch kleine und mittelständische Exporteure sind betroffen: Berater schätzen, dass die Luftfrachtzuschläge, die mit dem Kerosinpreis verbunden sind, zwischen März und Juni um 18 % gestiegen sind, was die ohnehin knappen Margen bei hochwertigen, leichten Gütern wie Pharmazeutika und IT-Komponenten schmälert. Für die Zukunft warnen Analysten, dass die Ticketpreise in der dritten Quartalssaison weiter steigen könnten. Die Futures für Brent-Rohöl bleiben hartnäckig über 95 US-Dollar pro Barrel, und der brasilianische Real hat seit Anfang Mai 4 % gegenüber dem US-Dollar verloren, was die Importkosten für Treibstoff zusätzlich erhöht. Sofern der Ölpreis nicht stark fällt oder der Kongress die seit Langem diskutierte QAV-Steuergutschrift nicht vorantreibt, sollten Geschäftsreisende mit zweistelligen Preissteigerungen bis mindestens Ende 2026 rechnen. Praktische Empfehlungen: Inlandsflüge möglichst 15–21 Tage im Voraus buchen; Firmenkonditionen mit flexiblen Umbuchungsmöglichkeiten sichern, um auf weitere Preissprünge vorbereitet zu sein; und Mobilitätsteams sollten vor der Budgeteinfrierung im September die Tages- und Pauschalvergütungen für Umzüge überprüfen.
Quelle: CNN Brasil
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Brasilien.Mehr von Brasilien
Alle anzeigen
Aktualisierter Leitfaden zum eVisum für Brasilien betont strengere Fotoanforderungen vor dem Start im Oktober für USA, Kanada und Australien
Brasilien verstärkt Luftbrücke nach erdbebenbetroffenem Venezuela und schickt 12,5 Tonnen medizinische Hilfsgüter sowie 174 Spezialisten