
In einem Sonderbulletin vom 10. Juli warnte Météo-France vor einer „hohen bis sehr hohen“ Waldbrandgefahr in 59 Départements und forderte die Präfekten auf, den Zugang zu Waldgebieten zu beschränken und Drohnenflüge zur Früherkennung von Brandausbrüchen zu genehmigen. Mehrere Präfekturen schränkten daraufhin den Zugang zu Gemeindewäldern ein und verboten ab 13:00 Uhr den Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen, die Funken verursachen können. Das Innenministerium erinnerte Arbeitgeber daran, dass der Arbeitsgesetzkodex es den örtlichen Arbeitsinspektoren erlaubt, Arbeiten im Freien zu stoppen, wenn die Präfektur die Waldbrandwarnstufe 3 ausruft. Bauunternehmen, die Logistikzentren außerhalb von Marseille errichten, haben ihre Schichten bereits auf Nachtarbeit verlegt, um den Vorgaben zu entsprechen. Das Bulletin rät Autofahrern zudem, nicht auf trockenem Gras zu parken und vor Reisen die regionalen Waldbrand-Informationsseiten zu prüfen. Autovermietungen an den Flughäfen Nice-Côte d’Azur und Toulouse-Blagnac verteilen mehrsprachige Informationsblätter an ankommende Passagiere. Geschäftsreisende sollten beachten, dass Verstöße gegen lokale Feuerverbote mit Bußgeldern von bis zu 750 Euro vor Ort geahndet werden können. Für globale Mobilitätsteams unterstreicht die Warnung die Bedeutung, Notfallkontaktketten für Mitarbeiter in ländlichen Regionen der Provence, Okzitanien und Nouvelle-Aquitaine zu aktualisieren, wo Ferienhäuser bei Expatriates beliebt sind. Arbeitgeber sollten zudem prüfen, ob ihre französische Gebäudeversicherung die mittlerweile von Vermietern routinemäßig geforderte CatNat-Erweiterung für Waldbrände umfasst.
Quelle: Météo-France