
Fluggesellschaften und Flughäfen in Ostchina gerieten am 10. und 11. Juli in Alarmbereitschaft, als Taifun Bavi – von einem Super-Taifun herabgestuft, aber mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 160 km/h – auf die Küste von Fujian und Zhejiang zuraste. Mindestens 14 Flüge von und nach Zhoushan sowie 17 Flüge in Wenzhou wurden am Freitag gestrichen, während der Flughafen Shanghai Pudong bis zum 12. Juli mit massiven Verspätungen und Umleitungen warnte. Große chinesische Fluggesellschaften wie Air China, China Eastern, China Southern und Hainan Airlines aktivierten Notfall-Umbuchungskanäle und verzichteten auf Umbuchungsgebühren. Die Billigfluggesellschaft Spring Airlines veröffentlichte eine spezielle Betriebsmitteilung für den 11. und 12. Juli und riet Passagieren, den Flugstatus genau zu verfolgen und mit Ausfällen auf Strecken nach Shanghai, Ningbo, Hangzhou und Fuzhou zu rechnen. Cathay Pacific, HK Express, Singapore Airlines, Scoot und Thai Airways gaben parallel Reiseerleichterungen für Verbindungen nach Hongkong, Taipeh, Seoul und Singapur heraus. Das Nationale Meteorologische Zentrum Chinas hielt die Warnstufe Orange – die zweithöchste von vier – aufrecht, während die Provinzbehörden vorsorglich über eine Million Menschen aus den niedrig gelegenen Küstengebieten evakuierten. Fährverbindungen zum Zhoushan-Archipel und über die Taiwanstraße wurden eingestellt, und mehrere Containerterminals in Xiamen und Ningbo reduzierten ihre Betriebsabläufe, was kurzfristige Lieferkettenengpässe befürchten lässt. Für Mobility-Manager in Unternehmen trifft die Störung mitten in der chinesischen Sommerreisesaison und unmittelbar nach Rekordzahlen bei Grenzübertritten durch die Nationale Einwanderungsbehörde ein. Reisende mit Anschlussflügen sollten mindestens 24 Stunden Puffer einplanen und Kontaktlisten der Fluggesellschaften für unregelmäßige Betriebsabläufe bereithalten. Kunden mit zeitkritischer Fracht wird empfohlen, alternative Routen über Binnenflughäfen wie Chengdu, Chongqing oder Zhengzhou zu prüfen, die außerhalb des Sturmgebiets liegen. Praktische Tipps für Entsandte umfassen das Anlegen digitaler Kopien von Reisepässen und chinesischen Aufenthaltstiteln, die Vorabbuchung von Bodentransport an Ausweichflughäfen sowie das Herunterladen lokaler Regierungs-Apps (wie „China Weather“ und städtische Notfall-Programme) für englischsprachige Push-Benachrichtigungen. Der Taifun soll sich bis zum 13. Juli über Land abschwächen, doch starker Regen könnte den Hochgeschwindigkeitszugverkehr bis Anfang nächster Woche weiter beeinträchtigen.