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Starker Anstieg der Flugannullierungen zwischen China und Japan stört den Sommerreiseverkehr

Juli 9, 2026
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Starker Anstieg der Flugannullierungen zwischen China und Japan stört den Sommerreiseverkehr
Chinesische und japanische Fluggesellschaften haben seit Anfang Juni fast 1.500 Flüge auf den China-Japan-Strecken gestrichen, und die Zahl der Ausfälle nimmt laut Daten des staatlichen Senders CGTN vom 8. Juli weiter zu. Besonders betroffen sind Verbindungen zwischen wichtigen Wirtschaftszentren wie Peking–Tokio (Narita und Haneda), Shanghai–Osaka (Kansai) und Guangzhou–Nagoya. Einige sekundäre Strecken sind im gesamten Monat komplett eingestellt worden. Die Airlines führen die Streichungen auf eine Mischung verschiedener Faktoren zurück: eine schwache Nachfrage im Freizeitverkehr, da der schwache Yen die Preise für chinesische Touristen in Japan verteuert, weiterhin vorsichtige Budgets für Geschäftsreisen und anhaltende bilaterale Spannungen, die seit Ende 2025 die Genehmigung von Gruppenreisen erschweren. Zudem verschärfen Japans strengere Slot-Vergaberegeln für internationale Fluggesellschaften am Flughafen Haneda sowie ein Mangel an Großraumflugzeugen in der chinesischen Flotte den operativen Druck. Für multinationale Unternehmen kommt das zur Unzeit: Juli und August sind traditionell Hochsaison für Projektstarts, Werksprüfungen und Standortbesichtigungen. Mobility-Manager berichten, dass Ingenieure aus Shenzhen, die zu Zulieferern in Kyushu reisen, Umwege über Seoul oder Taipeh nehmen müssen, wodurch einst dreistündige Flüge zu neunstündigen Reisen werden. Die Preise für die wenigen verbliebenen Nonstop-Flüge sind laut Ctrip im Jahresvergleich um 45 Prozent gestiegen, was die Reisekosten gerade in einer Zeit erhöht, in der viele Unternehmen nach der Pandemie auf Kostendisziplin setzen. Branchenexperten rechnen damit, dass die Störungen bis zum Sommerflugplan (bis 24. Oktober) anhalten werden. Die Fluggesellschaften könnten Kapazitäten in lukrativere Märkte in Nordamerika und Südostasien verlagern, wo die Nachfrage stark steigt, sodass die Frequenzen auf den China-Japan-Strecken etwa 30 Prozent unter dem Niveau von 2019 bleiben. Mobility-Spezialisten raten Mitarbeitern, zusätzliche Puffertage einzuplanen, bei kurzen Meetings auf Remote-Teilnahme zu setzen und möglichst erstattungsfähige Tickets zu buchen. Eine längerfristige Entspannung könnte Ende 2026 eintreten, wenn chinesische Airlines zusätzliche Airbus A350 und COMAC C919 erhalten, die für regionale Einsätze konfiguriert sind und so die Flottenflexibilität erhöhen. Bis sich das bilaterale Tourismusgeschäft erholt und die Geschäftsreisen stabilisieren, bleiben die Luftverbindungen zwischen China und Japan ein Brennpunkt der Volatilität für globale Mobility-Teams.
Quelle: CGTN

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