
Global Affairs Canada hat am 13. Juli seine Reisehinweise für Frankreich aktualisiert und das Risiko weiterhin auf „Erhöhte Vorsicht“ belassen. Neu ist jedoch ein Hinweis auf verstärkte Sicherheitsmaßnahmen rund um touristische Ziele und Sportveranstaltungen im Vorfeld der Jugendolympiade Paris 2026. Die Warnung erinnert Kanadier daran, dass Frankreich weiterhin auf Vigipirate-Stufe 2 („erhöhte Wachsamkeit“) ist und im Rahmen der Operation Sentinelle Polizei- und Militäreinheiten regelmäßig an Flughäfen, Bahnhöfen und wichtigen Sehenswürdigkeiten präsent sind. Reisende müssen mit Taschenkontrollen, sichtbaren Patrouillen und gelegentlichen U-Bahn-Station-Schließungen rechnen. Die Einreisebestimmungen für Kanadier bleiben unverändert – gültiger Reisepass für die Dauer des Aufenthalts und kein Visum für Kurzaufenthalte. Dennoch wird darauf hingewiesen, dass bei Großveranstaltungen zeitweise Grenzkontrollen wieder eingeführt werden können. Fluggesellschaften könnten daher eine frühere Ankunft am Flughafen verlangen, und bei Flügen innerhalb des Schengen-Raums sind Identitätskontrollen möglich. Für kanadische Unternehmen, die Mitarbeiter nach Frankreich entsenden, ist besonders wichtig, die Fürsorgepflicht durch aktualisierte Sicherheitseinweisungen zu erfüllen, inklusive Schulungen zur Situationswahrnehmung bei Großveranstaltungen und Notfallplänen für Verkehrsbehinderungen. Mitarbeiter sollten sich beim Service „Registration of Canadians Abroad“ registrieren, um Echtzeitwarnungen zu erhalten. Die nächste Überprüfung der Reisehinweise wird für Ende August erwartet, nachdem die französischen Behörden ihr endgültiges Sicherheitskonzept für die Jugendolympiade veröffentlicht haben. Mobilitätsmanager sollten sowohl kanadische als auch EU-Kommunikationen aufmerksam verfolgen, da zusätzliche Ausweisanforderungen oder protestbedingte Streiks im Nahverkehr noch möglich sind.