
Finnland war in den vergangenen zwei Tagen Gastgeber einer der größten indischen Handelsmissionen, die je im Land zu Besuch war. Der Handels- und Industrieminister Piyush Goyal traf am 16. Juli in Helsinki ein und leitete eine 70-köpfige Delegation, die Indiens führende Unternehmen aus den Bereichen digitale Wirtschaft, fortschrittliche Fertigung, erneuerbare Energien und verpackte Lebensmittel vertrat. Das Programm – organisiert von Business Finland gemeinsam mit Team Finland und der Confederation of Indian Industry – umfasste ein bilaterales Wirtschaftsforum, Matchmaking-Sitzungen im Innovationsviertel Otaniemi in Espoo sowie Besuche auf Nokias 6G-Forschungscampus und der Wasserstoff-Pilotanlage von VTT.
Laut der gemeinsamen Pressemitteilung vom Freitagmorgen einigten sich die beiden Regierungen darauf, einen „Finnland–Indien Technologie- und Mobilitätskorridor“ einzurichten. Dieser Korridor soll ein beschleunigtes Verfahren für kurzfristige Geschäftsvisa (unter 90 Tagen) schaffen und eine spezielle Anlaufstelle sowohl bei der finnischen Einwanderungsbehörde Migri als auch beim indischen Bureau of Immigration für Arbeitserlaubnisanfragen von Unternehmen innerhalb des Korridors einrichten. Zudem wurde bekanntgegeben, dass die Verhandlungen über ein bilaterales Sozialversicherungsabkommen – eine langjährige Forderung finnischer Multis, die Mitarbeiter nach Indien entsenden – im September wieder aufgenommen werden.
Ein großer Teil des Besuchs drehte sich um die Mobilität von Fachkräften. Minister Goyal erklärte gegenüber Journalisten, dass Indien erwäge, Finnland in die Liste der Länder aufzunehmen, die für das e-Business-Visum infrage kommen. Dieses würde finnischen Führungskräften ermöglichen, ein einjähriges Mehrfacheinreisevisum vollständig online zu beantragen. Finnland bestätigte seinerseits, dass es Anfang 2027 ein Business Finland-Büro in Bengaluru eröffnen wird und dass das Generalkonsulat in Mumbai ein 5-tägiges Express-Schengen-Visum für Teilnehmer offiziell anerkannter B2B-Programme pilotieren wird.
Finnische Unternehmen begrüßten die Dynamik. „Wir stellen jedes Jahr Hunderte Softwareingenieure in Indien ein; allein durch ein Sozialversicherungsabkommen könnten wir über 15 Prozent der Lohnkosten einsparen“, sagte Outi Kangas, VP Global Mobility bei KONE. Arbeitgeber aus dem Technologiesektor betonten zudem die Bedeutung vorhersehbarer Bearbeitungszeiten bei Migri, die derzeit im Durchschnitt 21 Tage für Spezialistengenehmigungen betragen. Praktisch sollten Manager für globale Mobilität im August auf offizielle Rundschreiben achten, die den Umfang des Fast-Track-Visa-Desks und die Kriterien für den Express-Schengen-Pilot erläutern. Bis dahin gelten die bestehenden Regeln weiter – indische Staatsbürger benötigen für Geschäftsbesuche in Finnland weiterhin ein reguläres Schengen-C-Visum, und für eine Arbeitsaufnahme in Finnland über 90 Tage ist ein Aufenthaltstitel über Enter Finland zu beantragen.
Laut der gemeinsamen Pressemitteilung vom Freitagmorgen einigten sich die beiden Regierungen darauf, einen „Finnland–Indien Technologie- und Mobilitätskorridor“ einzurichten. Dieser Korridor soll ein beschleunigtes Verfahren für kurzfristige Geschäftsvisa (unter 90 Tagen) schaffen und eine spezielle Anlaufstelle sowohl bei der finnischen Einwanderungsbehörde Migri als auch beim indischen Bureau of Immigration für Arbeitserlaubnisanfragen von Unternehmen innerhalb des Korridors einrichten. Zudem wurde bekanntgegeben, dass die Verhandlungen über ein bilaterales Sozialversicherungsabkommen – eine langjährige Forderung finnischer Multis, die Mitarbeiter nach Indien entsenden – im September wieder aufgenommen werden.
Ein großer Teil des Besuchs drehte sich um die Mobilität von Fachkräften. Minister Goyal erklärte gegenüber Journalisten, dass Indien erwäge, Finnland in die Liste der Länder aufzunehmen, die für das e-Business-Visum infrage kommen. Dieses würde finnischen Führungskräften ermöglichen, ein einjähriges Mehrfacheinreisevisum vollständig online zu beantragen. Finnland bestätigte seinerseits, dass es Anfang 2027 ein Business Finland-Büro in Bengaluru eröffnen wird und dass das Generalkonsulat in Mumbai ein 5-tägiges Express-Schengen-Visum für Teilnehmer offiziell anerkannter B2B-Programme pilotieren wird.
Finnische Unternehmen begrüßten die Dynamik. „Wir stellen jedes Jahr Hunderte Softwareingenieure in Indien ein; allein durch ein Sozialversicherungsabkommen könnten wir über 15 Prozent der Lohnkosten einsparen“, sagte Outi Kangas, VP Global Mobility bei KONE. Arbeitgeber aus dem Technologiesektor betonten zudem die Bedeutung vorhersehbarer Bearbeitungszeiten bei Migri, die derzeit im Durchschnitt 21 Tage für Spezialistengenehmigungen betragen. Praktisch sollten Manager für globale Mobilität im August auf offizielle Rundschreiben achten, die den Umfang des Fast-Track-Visa-Desks und die Kriterien für den Express-Schengen-Pilot erläutern. Bis dahin gelten die bestehenden Regeln weiter – indische Staatsbürger benötigen für Geschäftsbesuche in Finnland weiterhin ein reguläres Schengen-C-Visum, und für eine Arbeitsaufnahme in Finnland über 90 Tage ist ein Aufenthaltstitel über Enter Finland zu beantragen.