
Reisende zu den Äolischen, Egadi-, Pelagie- und weiteren kleineren Inseln Siziliens erlebten am 17. Juli erhebliche Beeinträchtigungen, als die Besatzungen von Caronte & Tourist für 24 Stunden die Arbeit niederlegten – von Freitag 06:30 bis Samstag 06:30. Der Streik, offiziell beim Verkehrsministerium registriert, ist Teil einer landesweiten Streikwelle, die sich über einen Monat erstreckt und vor dem Streikmoratorium im August stattfindet. Es wurden nur minimale Verbindungen garantiert – drei Hin- und Rückfahrten zu den Äolischen Inseln, zwei zu den Egadi sowie einzelne Fahrten nach Ustica, Pantelleria und Lampedusa. Die Schnellbootverbindungen wurden eingestellt, was zu langen Fahrzeugschlangen in Milazzo und Trapani führte. Lokale Hoteliers meldeten dutzende Stornierungen am selben Tag, während Logistikunternehmen verderbliche Waren zu hohen Kosten per Luftfracht über Catania umleiteten. Obwohl hauptsächlich für den Inlandsverkehr relevant, sind die Inseln auch bei internationalen Touristen und Offshore-Energieunternehmen beliebt. Personalverantwortliche, deren Mitarbeiter an Unterseekabel- und Windparkprojekten arbeiten, mussten kurzfristig Charterflüge oder Übernachtungen auf dem Festland organisieren – ein Beispiel dafür, wie Arbeitskämpfe auf Randstrecken globale Mobilitätspläne beeinträchtigen können. Die Gewerkschaften CGIL Transporti und USB begründen den Streik mit stockenden Tarifverhandlungen und unzureichender Personalbesetzung angesichts steigender Passagierzahlen. Sie drohen mit weiteren Aktionen im August, falls das Unternehmen keine neue Lohntabelle akzeptiert. Arbeitgeber sollten daher mit möglichen erneuten Störungen in den Hauptferienwochen rechnen und ankommende Mitarbeiter zu flexiblen Ticketbuchungen raten.