
Das Streikbeobachtungszentrum des Verkehrsministeriums veröffentlichte am 17. Juli einen neuen Bericht, der Arbeitskämpfe ankündigt, die den Reiseverkehr in der kommenden Woche erheblich beeinträchtigen könnten. Höhepunkte sind ein 24-stündiger landesweiter Streik der EasyJet-Kabinenbesatzung und der FedEx-Bodenmitarbeiter am 21. Juli, ein koordinierter Ausstand der Frachtabfertiger am Flughafen Mailand-Malpensa sowie mehrere vierstündige Proteste an den Flughäfen Neapel und Lamezia. Bahnreisende müssen mit einem 24-stündigen Streik rechnen, der Wartungs- und Frachtpersonal bei Rete Ferroviaria Italiana (RFI) von 21:00 Uhr am 23. Juli bis 20:59 Uhr am 24. Juli betrifft, zusätzlich zu lokalen Aktionen in Verona und Venetien. Obwohl das italienische Gesetz Mindestservicegarantien vorsieht, sollten Fahrgäste mit reduzierten Taktungen, Kettenverspätungen und möglichen kurzfristigen Ausfällen rechnen, insbesondere bei Regionalzügen und Billigfluggesellschaften. Arbeitgeber, die Personal zwischen Kundenstandorten verlagern oder Offshore-Teams über italienische Drehkreuze rotieren lassen, sollten Pufferzeiten einplanen und prüfen, ob über Firmenportale gekaufte Tickets „geschützte Tarife“ sind, die eine kostenfreie Umbuchung während Streiks ermöglichen. Der täglich aktualisierte Bericht ist die einzige von italienischen Gerichten anerkannte Autoritätsquelle bei Erstattungsansprüchen. Mobilitätsmanager wird empfohlen, den neuen RSS-Feed des Ministeriums zu abonnieren und die Warnungen in Reisemanagementsysteme zu integrieren. Unternehmen mit entsandten Mitarbeitern sollten diese über ihr Recht auf alternative Transportmittel oder Hotelkostenübernahme gemäß Gesetzesdekret 152/1997 informieren, falls ein Streik länger als acht Stunden dauert und kein Ersatzverkehr angeboten wird. Für Reisende, die sich bereits in Italien befinden, ist Flexibilität die beste Strategie: Möglichst auf Frühflüge ausweichen (diese starten oft vor Beginn der Streiks), Hochgeschwindigkeitszüge nutzen, die gelegentlich separate Abkommen treffen, oder auf Carsharing-Dienste zurückgreifen, die meist unbeeinträchtigt bleiben. Wer den Leonardo Express zwischen Rom Termini und dem Flughafen Fiumicino nutzt, sollte beachten, dass Busersatzverkehre während Arbeitskämpfen nach Mitternacht knapp werden. Die Häufung der Streiks in der Hauptreisezeit verdeutlicht anhaltende Tarifkonflikte wegen Inflation und Überlastung im Dienstplan. Beobachter erwarten weitere Streikankündigungen im August, sofern in den bevorstehenden Verhandlungen zwischen den Verkehrsgewerkschaften und dem Arbeitgeberverband Assaeroporti keine Einigung erzielt wird.