
Der stellvertretende Tourismusminister Kostas Koumis nutzte die Veröffentlichung der Besucherzahlen für Juni am Freitag, um zu verkünden, dass „die außergewöhnlichen Turbulenzen im Frühjahr nun hinter uns liegen und der Sektor wieder ins Gleichgewicht gefunden hat“. Nach der Bestätigung eines moderaten Rückgangs der Ankünfte im Juni um 1,7 Prozent im Jahresvergleich auf 489.965 durch den Zyprischen Statistikdienst (Cystat) betonte Koumis, dass diese Zahl angesichts der regionalen Luftraumsperrungen, die im März und April Flugpläne durcheinanderbrachten, eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit zeigt. Von Januar bis Juni begrüßte die Insel 1,66 Millionen Touristen – 10,1 Prozent weniger als 2025, aber leicht über dem Niveau von 2024. Koumis hob hervor, dass das Vereinigte Königreich mit einem Anteil von 33 Prozent weiterhin der wichtigste Markt ist, gefolgt von Israel (16 Prozent) und Polen (7 Prozent). Er betonte, dass gezielte gemeinsame Marketingaktionen mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern, schnelle Anreize zur Ersetzung ausgefallener Kapazitäten aus dem Nahen Osten durch europäische Charterflüge sowie Preisaktionen in den Nebensaisons dazu beigetragen haben, die jährliche Lücke zu verkleinern. Ein Lichtblick waren die Geschäftsreisen: Daten von Cystat zeigen, dass der Anteil der Besucher, die zu Konferenzen und Firmenveranstaltungen kamen, von 5,6 Prozent im Juni letzten Jahres auf 7 Prozent in diesem Jahr gestiegen ist. Hotelgruppen in Limassol und Nikosia berichteten von hoher Auslastung rund um Fintech- und Schifffahrtsveranstaltungen, was die Doppelstrategie der Regierung unterstreicht, Qualität vor Quantität zu setzen und ortsunabhängige Unternehmen über das Digital-Nomaden-Visum anzusprechen. Für die Zukunft kündigte Koumis an, dass das stellvertretende Ministerium „die Vernetzung weiter intensivieren“ werde, Fluggesellschaften drängen will, den Winterflugplan zu verlängern, und Kreuzfahrt- und Aufenthaltsangebote fördern will, die Zypern mit Israel und Ägypten verbinden, sobald die regionale Sicherheitslage dies zulässt. Zudem wurde eine Arbeitsgruppe mit der Migrationsbehörde eingerichtet, um die Ankunftsformular-Prozesse zu vereinfachen und Warteschlangen in Larnaka und Paphos während des August-Hochs zu minimieren. Branchenvertreter begrüßten den vorsichtig optimistischen Ton, warnten jedoch, dass steigende Betriebskosten und mögliche Erhöhungen der Treibstoffzuschläge die Buchungen im Herbst belasten könnten. Der Hotelierverband forderte eine schnellere Bereitstellung der EU-Wiederaufbaufonds für Energieeffizienzmaßnahmen und argumentierte, dass niedrigere Nebenkosten entscheidend seien, um die Angebote wettbewerbsfähig zu halten.
Quelle: Cyprus Mail
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