
Die indische Regierung hat die lang geplante Digitalisierung des Overseas Citizen of India (OCI)-Programms abgeschlossen. Seit dem 8. Juli – berichtet im India Today Bulletin vom 18. Juli – werden alle neuen OCI-Genehmigungen ausschließlich in elektronischer Form ausgestellt, die über einen sicheren QR-Code auf mobilen Geräten abrufbar sind. Physische Karten werden nicht mehr gedruckt oder versandt. Bestehende OCI-Inhaber können ihre e-OCI kostenlos auf ociservices.gov.in herunterladen; das druckbare PDF wird weltweit von Fluggesellschaften und der indischen Einwanderungsbehörde als Ersatz für das alte blaue Heft akzeptiert. Karteninhaber können das Heft weiterhin bis zum Ablaufdatum mitführen, doch empfehlen die Behörden den Umstieg auf die e-OCI, um Schäden oder Verlust zu vermeiden. Für globale Mobilitätsmanager entfallen durch die Umstellung Kurierkosten und wochenlange Wartezeiten auf die Zustellung der physischen Karte, was OCI für leitende Expatriates, die nach Indien entsandt werden – etwa für Fusionen oder Führungsrollen in der Forschung und Entwicklung – attraktiver macht. Die digitale Verifizierung soll zudem reibungslosere KYC-Kontrollen bei Inlandsflügen ermöglichen. Indische Auslandsvertretungen modernisieren ihre Terminvergabesysteme, um biometrische Daten nur einmal zu erfassen; Folgeanträge werden komplett online abgewickelt – ähnlich dem ImmiAccount-Modell Australiens. Das Innenministerium rechnet allein durch Einsparungen bei Druck und Logistik mit jährlichen Kostenvorteilen von 65 Crore ₹. Reise-Technologieunternehmen integrieren bereits die OCI-QR-Validierung in Boarding-Gate-Systeme, was für Millionen Angehörige der indischen Diaspora kürzere Warteschlangen verspricht.
Quelle: India Today