
Bildungsberatungen in ganz Indien berichten, dass die Termine für US-Visum-Interviews für erstmalige F-1-Antragsteller an den Botschaften in Neu-Delhi, Mumbai und Chennai praktisch nicht mehr verfügbar sind. Dies zwingt viele zugelassene Studierende dazu, eine spätere Einschreibung oder die teure Beantragung in einem Drittland in Betracht zu ziehen. Eine Umfrage der Hindustan Times unter 15 Agenturen ergab, dass die durchschnittlich frühesten verfügbaren Termine erst im Oktober liegen – Wochen nach Beginn der meisten Universitätskurse. Auch Antragsteller, die den Interviewverzicht für Verlängerungen oder bereits ausgestellte Visa nutzen, stoßen auf Engpässe beim Kurierdienst, da Pässe oft zwei bis drei Wochen nach Einreichung der Unterlagen in der Botschaft festhängen. Das Problem verschärft sich durch die im letzten Monat erreichte Länderbegrenzung in der EB-5-Kategorie für ungebundene Investoren, was die nicht-immigrationsrechtlichen Abteilungen, die Personal teilen, zusätzlich belastet. Universitäten wie Purdue und Arizona State bieten betroffenen indischen Studierenden inzwischen verspätete Ankunftsschreiben und Online-Orientierungen an. Einige leiten Kandidaten vorübergehend an ihre Standorte in Dubai oder Singapur weiter, bis die Einreise in die USA genehmigt ist. Reiseberater empfehlen, die Terminverfügbarkeiten an kleineren Botschaften wie Kolkata und Hyderabad mehrmals täglich zu prüfen, da das System Stornierungen zufällig freigibt. Mobility-Teams sollten das Risiko für Unternehmensentsandte, die kurzfristige Reisen zu Schulungen oder Projektstarts in den USA bis September planen, hervorheben und, wo möglich, Alternativen für Remote-Arbeit prüfen.
Quelle: Hindustan Times