
Das indische Außenministerium (MEA) bestätigte am Freitag, dass es nach der Veröffentlichung neuer US-Vorschriften, die die Aufenthaltsdauer für viele Nicht-Einwanderungsvisa – darunter die F-1-Studentenvisa, die den Großteil der indischen Mobilität in die USA ausmachen – einschränken, „aktive Gespräche“ mit den Vereinigten Staaten aufgenommen hat. Nach den am 17. Juli vom US-Heimatschutzministerium vorgestellten Regeln werden die meisten F-1-, J-1- (Austauschbesucher) und I-1- (Medien) Visa nicht mehr für die „Dauer des Status“ ausgestellt, sondern mit einer festen Laufzeit von vier Jahren versehen, mit nur einer 30-tägigen Nachfrist zur Ausreise nach Kursende. Indische Behörden warnen, dass diese Änderung für schätzungsweise 268.900 indische Studierende in den USA sowie für die rekordverdächtigen 165.000 neuen F-1-Antragsteller im Zulassungszyklus 2026 zusätzliche bürokratische Hürden schafft. MEA-Sprecher Randhir Jaiswal erklärte gegenüber Journalisten, dass Neu-Delhi Belege für praktische Probleme sammle – etwa die Kosten wiederholter Verlängerungen und das Risiko unbeabsichtigter Überschreitungen des Aufenthalts – um diese im Rahmen des bilateralen High-Level Mobility Dialogue in diesem Quartal den US-Partnern vorzulegen. Diplomatische Quellen berichten, dass Indien sich für automatische Verlängerungen vor Ort für seriöse Wissenschaftler sowie für eine beschleunigte Premium-Bearbeitung für STEM-Forscher, die an US-Universitäten und bei Fortune-500-Unternehmen beschäftigt sind, einsetzen wird. Für multinationale Unternehmen, die auf Indien-USA-Projektrotationen angewiesen sind, betrifft das feste Laufzeitmodell auch begleitende J-1-Forscher und Medienprofis, die langfristige Berichterstattungen übernehmen. Einwanderungsanwälte raten Unternehmen, für jede Entsendung während einer regulären vierjährigen Einsatzdauer mindestens eine Verlängerungsanfrage sowie die damit verbundenen Gebühren von etwa 455 US-Dollar plus einer 1.500 US-Dollar umfassenden Gebühr zur Betrugsprävention einzuplanen. Obwohl die Visapolitik souveränes Recht jedes Landes ist, erklärte das MEA, man werde „praktische Flexibilitäten“ anstreben, um die USA für Indiens Talente wettbewerbsfähig zu halten – gerade in einer Zeit, in der Kanada, Großbritannien und Australien dieselbe Zielgruppe mit vereinfachten, digital verwalteten Programmen umwerben.
Quelle: The Times of India