
Die Europäische Kommission hat die Mitgliedstaaten darüber informiert, dass Frankreich im Rahmen seines Sicherheitsplans für den G7-Gipfel in Évian vom 24. bis 26. Juli vorübergehend die Kontrollen an den Binnengrenzen des Schengen-Raums wiedereinführen wird. Die Maßnahme betrifft die Land-, See- und Luftgrenzen zu Spanien, Belgien, Deutschland, Luxemburg, der Schweiz und Italien. Für Reisende zwischen Katalonien und den französischen Regionen Okzitanien und Nouvelle-Aquitaine bedeutet dies, dass an Straßen wie der AP-7/A9 sowie an den Flughäfen Perpignan und Toulouse Pass- oder Personalausweiskontrollen durchgeführt werden können. Die Bahnbetreiber Renfe–SNCF haben bereits vor möglichen Verspätungen bei den Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Paris und Lyon gewarnt. Mobilitätsteams in Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter, die an Messen im Süden Frankreichs teilnehmen oder über französische Verkehrsknotenpunkte reisen, entsprechend informieren. Obwohl EU-Bürger ihr Freizügigkeitsrecht behalten, können Behörden Nachweise über Reiseroute und Unterkunft verlangen. Drittstaatsangehörige mit spanischer Aufenthaltserlaubnis sollten die Originaldokumente und nicht nur digitale Kopien mitführen. Die Mitteilung der Kommission betont, dass die Kontrollen „gezielt und verhältnismäßig“ sein müssen. Frühere temporäre Wiedereinführungen führten jedoch zu Wartezeiten von bis zu drei Stunden am Güterverkehrsübergang La Jonquera, was Just-in-Time-Lieferketten in der Automobilbranche beeinträchtigte. Für sensible Fracht empfiehlt sich am Wochenende eine Ausweichroute über die Grenze im Baskenland.
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