
Italien hat ab Freitag, dem 24. Juli 2026, 00:01 Uhr bis Sonntag, dem 26. Juli 2026, 23:59 Uhr, die innerstaatlichen Schengen-Binnengrenzkontrollen auf den Straßen zwischen Piemont und Frankreich wieder eingeführt. Diese außergewöhnliche Maßnahme wurde der Europäischen Kommission gemäß den Artikeln 25 ff. des Schengener Grenzkodex gemeldet und ist im öffentlichen Register der Kommission zu Wiedereinführungen verzeichnet. Im Fokus steht das Susatal, wo das zehnte „Festival dell’Alta Felicità“ sowie parallel stattfindende No-TAV-Proteste Tausende Unterstützer, darunter auch ausländische Aktivisten, anziehen. Geheimdienstliche Berichte warnen vor dem Eintreffen radikaler Gruppen, die Anschläge auf die Baustellen der Hochgeschwindigkeitsstrecke Turin–Lyon planen. Zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit wurden Polizeikontrollen auf der Autobahn A32, den Staatsstraßen SS 24 und SS 25 sowie in grenzüberschreitenden Regionalzügen eingerichtet. Reisende müssen daher Reisepässe oder Personalausweise mitführen und mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen. Für den Geschäftsverkehr bedeutet dies längere Transitzeiten von Tür zu Tür zwischen Turin, Chambéry und Lyon sowie mögliche Verzögerungen bei Firmen-Shuttles, die Mitarbeiter zwischen den beiden Ländern transportieren. Logistikunternehmen sollten zusätzliche Pufferzeiten einplanen und alternative Grenzübergänge wie den Eisenbahntunnel Fréjus oder die Strecke Ventimiglia–Menton in Betracht ziehen, die weiterhin den regulären Schengen-Regeln unterliegen. Das Innenministerium betont, dass die Kontrollen gezielt und verhältnismäßig sind und aufgehoben werden, sobald die Sicherheitslage sich entspannt. Unternehmen, die regelmäßig Mitarbeiter ins Nachbarland entsenden, wird empfohlen, interne Reisehinweise zu verbreiten und die Entsandten daran zu erinnern, stets ihre Ausweisdokumente mitzuführen.