
Die italienische Botschaft in Pakistan hat ihr Terminvergabesystem für Schengen-Kurzaufenthalts-, Arbeits- und Familienzusammenführungsvisa angesichts der stark gestiegenen Nachfrage überarbeitet. In einer am 25. Juli veröffentlichten Mitteilung werden Antragsteller angewiesen, Termine ausschließlich über das neue Portal www.intianaitalyvisa.com zu buchen. Zudem wurde ein formelles Wartelistenverfahren für Arbeitsgenehmigungen und D-Visa für Familienzusammenführungen eingeführt. Laut Botschaft erhalten alle bereits auf der Warteliste stehenden Antragsteller einen Termin, das System ist jedoch darauf ausgelegt, dringende Fälle zu priorisieren und Massenterminbuchungen durch Vermittler zu verhindern. Familienangehörige italienischer und EU-Bürger können den externen Dienstleister umgehen, indem sie direkt eine zertifizierte PEC-E-Mail-Adresse kontaktieren. Studierende müssen zunächst eine „Vorregistrierung“ im Universitaly-Portal abschließen, bevor BLS sie zur Terminvereinbarung für biometrische Daten kontaktiert. Die Mitteilung warnt ausdrücklich vor Zwischenhändlern, die Termine verkaufen, und ruft Betroffene dazu auf, Betrugsversuche zu melden. Im vergangenen Jahr hat die pakistanische Polizei mehrere Ringe zerschlagen, die bis zu 1.000 Euro für Termine verlangten – ein Thema, das auch im italienischen Parlament diskutiert wurde. Arbeitgeber, die pakistanische Fachkräfte für IT- und Lebensmittelverarbeitungsberufe sponsern, sollten ihre Kandidaten dazu anhalten, sich frühzeitig zu registrieren und ihre E-Mails auf automatische Terminbenachrichtigungen zu überwachen. Mobilitätsteams wird empfohlen, bei Gruppen von mehr als fünf Personen auf Gruppentermine umzusteigen, um die Dokumentenprüfung zu erleichtern.
Quelle: Embassy of Italy in Islamabad