
Das Auswärtige Amt hat am 28. Juli seine Reisehinweise für China aktualisiert und bestätigt, dass deutsche Staatsbürger weiterhin bis mindestens 31. Dezember 2026 visumfrei für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen nach China einreisen dürfen. Der Hinweis ist unter dem Abschnitt „Aktuelles – Visumsfreie Einreise“ zu finden und erinnert Reisende daran, dass bei Aufenthalten in Privatunterkünften weiterhin eine Anmeldung bei den örtlichen Sicherheitsbehörden innerhalb von 24 Stunden Pflicht ist. Die Berliner Mitteilung entspricht der umfassenden Verlängerung des einseitigen Visumverzichts Pekings für 50 Länder, ist aber besonders wichtig, da sie bei Geschäftsreisenden und MICE-Veranstaltern Unsicherheiten über ein mögliches Ablaufdatum Mitte des Jahres ausräumt. Die Aktualisierung erfolgt mitten in der europäischen Sommersaison, in der China intensiv um deutsche Reiseveranstalter und Industrieinvestoren wirbt. Für deutsche Unternehmen erleichtert die Regelung Kurzzeitreisen von Projektingenieuren, Kundendiensttechnikern und Führungskräften, die häufig zwischen Hauptsitz und chinesischen Tochtergesellschaften pendeln. Die visumfreie Einreise spart Antragsgebühren (ca. 155 € für ein einmaliges M-Visum) und verkürzt die Einsatzzeiten um zwei bis drei Wochen. Arbeitgeber müssen jedoch sicherstellen, dass visumfreie Reisende keiner bezahlten lokalen Beschäftigung nachgehen, da hierfür ein Z-Visum und eine Arbeitserlaubnis erforderlich sind. Einwanderungsberater empfehlen, Nachweise über Hotelbuchung, Rückflug und mindestens ein Einladungsschreiben des Geschäftspartners mitzuführen, um Nachfragen an den chinesischen Grenzkontrollen zu vermeiden. Reisende sollten zudem vorab die chinesische Mini-App zur Gesundheitsdeklaration herunterladen, um die Ankunftsformalitäten zu beschleunigen.
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