
Bei der regulären Pressekonferenz am 28. Juli betonte der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, neue Daten, die zeigen, dass im ersten Halbjahr 2026 77,7 Prozent der ausländischen Staatsangehörigen China im Rahmen eines der visafreien Programme des Landes betreten haben. Die zuvor von der Nationalen Einwanderungsbehörde veröffentlichten Zahlen bedeuten einen Anstieg von 30,6 Prozent im Jahresvergleich und markieren erstmals, dass visafreie Reisende die Visuminhaber im Verhältnis drei zu eins übertreffen. Lin führte den Anstieg auf die wachsende Liste einseitiger Visabefreiungsabkommen, die neue 240-Stunden-Transitvisabefreiung für 55 Länder sowie vereinfachte Zahlungs- und Ticketoptionen für Ausländer zurück. Er fügte hinzu, dass Reiseziele wie Guizhou, Yunnan und Hunan derzeit einen „Sommer-Tourismusboom“ erleben, wobei die Ankünfte aus Europa Berichten zufolge um 275 Prozent gestiegen sind – ausgelöst durch eine Hitzewelle auf dem Kontinent. Analysten sehen in den Daten einen strukturellen Wandel darin, wie internationale Fachkräfte und Touristen den chinesischen Festlandzugang nutzen. Unternehmen, die weiterhin standardmäßig Kurzzeit-M-Visa beantragen, könnten Zeit und Geld verschwenden, wenn ihre Mitarbeiter für eine visafreie Einreise infrage kommen. Reiseverantwortliche sollten ihre Vorabprüfungen aktualisieren und Reisende über die erforderlichen Unterlagen – bestätigtes Weiterflugticket, Unterkunftsbuchung und gegebenenfalls Einladungsschreiben – informieren, die für die Einreise unter der Visabefreiung nötig sind. Die öffentliche Unterstützung durch das Außenministerium signalisiert zudem politische Kontinuität: Peking betrachtet die Einreise nicht nur als touristisches Thema, sondern als Soft-Power-Instrument, das Konsum ankurbeln und chinesische Innovation sowie Kultur präsentieren kann. Unternehmen, die in diesem Sommer Produkteinführungen oder Incentive-Reisen in Chinas zweitklassigen „coolen Städten“ planen, könnten von der positiven Stimmung und den gelockerten Einreisebestimmungen profitieren.
Quelle: Xinhua
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