
Reisende am Flughafen Warschau Chopin (WAW) sahen sich in den frühen Morgenstunden des 2. August mit langen Warteschlangen und Flugverspätungen konfrontiert, nachdem Sirenen ertönten und Sicherheitskräfte einen Bereich der Abflughalle absperrten. Augenzeugenberichte im lokalen r/Warsaw-Forum berichten, dass die Terminals gegen 03:00 Uhr geschlossen wurden, Gepäckbänder für Übergepäck nicht zugänglich waren und Passagiere mehr als zwei Stunden in der Schlange festgehalten wurden. Obwohl Flughafen- und Grenzschutzbehörden noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben haben, berichteten Passagiere, dass die Alarmierung mit herrenlosem Gepäck und dem laufenden Austausch der Sicherheits-Scanner zusammenhing – ein Projekt, das im Koordinationsrundschreiben des Flughafens für den Sommer 2026 aufgeführt ist. Die Störung fiel mit erhöhter Wachsamkeit nach dem Gedenktag des Warschauer Aufstands (1. August) zusammen, an dem traditionell stadtweit Sirenen ertönen; einige Reisende hielten den Test der Sirenen zunächst für eine akute Bedrohung. Die meisten Flüge starteten schließlich, doch Geschäftsreisende meldeten verpasste Anschlussflüge und zusätzliche Kosten für Umbuchungen zeitkritischer Mitarbeiter. Fluggesellschaften mit Frühflügen nach Frankfurt, London und Dubai verzeichneten laut Flugverfolgungsdaten des Mobilitätsanbieters Weco Travel durchschnittliche Verspätungen von 55 Minuten. Geschäftsreisende sollten in den kommenden Wochen aufgrund der fortlaufenden Scanner-Installation (geplant bis November 2026) mehr Pufferzeit einplanen. Unternehmen, die Gruppenreisen oder Rotationseinsätze über Warschau organisieren, sollten überlegen, Übergepäck über Frachtkanäle oder alternative Flughäfen wie Krakau-Balice abzuwickeln, bis das Upgrade abgeschlossen ist.