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EU-Visaarbeitsgruppe diskutiert Schengen-Gebührenerhöhung – Finnische Antragsteller könnten 2027 bis zu 95 € zahlen müssen

Sept. 15, 2026
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EU-Visaarbeitsgruppe diskutiert Schengen-Gebührenerhöhung – Finnische Antragsteller könnten 2027 bis zu 95 € zahlen müssen
Die Sitzung Nr. 369691 der Visa-Arbeitsgruppe des EU-Rats fand am 14. September in Brüssel statt, mit dem Innenangelegenheiten-Attaché Finnlands unter den Delegierten. Im Mittelpunkt stand ein Diskussionspapier, das eine Erhöhung der Gebühr für das standardmäßige Kurzaufenthalts-Schengen-Visum von 80 auf 95 Euro vorschlägt – die erste Erhöhung seit 2020 – zur Finanzierung neuer biometrischer Infrastruktur und der Digitalisierung konsularischer Dienste. Das Papier schätzt, dass die Umsetzung des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) und des kommenden Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystems (ETIAS) den Mitgliedstaaten jährlich zusätzliche Kosten von 112 Millionen Euro verursachen wird. Die Kommission schlägt vor, eine Zusatzgebühr von 15 Euro zu erheben, um die Hälfte dieser Lücke zu schließen, ohne den Tourismus zu beeinträchtigen. Die finnische Delegation befürwortete eine moderate Erhöhung, plädierte jedoch für eine schrittweise Einführung, da Finnland einen hohen Anteil an Anträgen aus Russland und Asien bearbeitet, wo die Preissensibilität besonders hoch ist. Bei Annahme würde die neue Gebühr in der ersten Hälfte des Jahres 2027 in Kraft treten, nach einer formellen Abstimmung der Justiz- und Innenminister. Finnische Konsulate stellten 2025 insgesamt 186.000 Schengen-Visa aus; Migri prognostiziert, dass die Nachfrage bis 2028 wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird, sodass die Gebührenerhöhung zusätzliche Einnahmen von 2 bis 3 Millionen Euro jährlich generieren könnte, die für die Modernisierung der Grenztechnologie an den Flughäfen Helsinki, Turku und Tampere vorgesehen sind. Geschäftsreisende beobachten die Entwicklung aufmerksam. Die Wirtschaftskammer Finnlands (EK) hält höhere Gebühren für akzeptabel, wenn dadurch die 48-Stunden-Bearbeitungszeit für Mehrfacheinreise-Business-C-Visa beschleunigt wird. Auch Start-ups im Talent-Boost-Programm begrüßen den Vorschlag, sofern er die vollständige Einführung elektronischer Visa ermöglicht und so den Verwaltungsaufwand bei der Rekrutierung von Nicht-EU-Fachkräften reduziert. Die Arbeitsgruppe wird das Thema am 14. Oktober erneut behandeln, doch Unternehmen, die für 2027 Einsätze planen, sollten bereits jetzt mit einer möglichen Gebührenerhöhung kalkulieren und die Hinweise der finnischen Außenministeriums-Visa-Dienstleister VFS Global und TLScontact aufmerksam verfolgen.
Quelle: Council of the European Union – Meeting page

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