
In einer gesonderten Pressekonferenz berichtete Radio Television Hong Kong (RTHK), dass Regierungschef John Lee die Null-Toleranz-Politik der Regierung gegenüber Fehlverhalten von Reiseveranstaltern während des bevorstehenden Nationalfeiertags betonte. Lee wies darauf hin, dass die Travel Industry Authority kürzlich die Lizenzen von zwei Agenturen und einem Reiseleiter wegen Zwangseinkaufsverstößen widerrufen habe und warnte, dass weitere Verstöße zur sofortigen Deregistrierung führen würden. Als Beleg dafür, dass Reservierungssysteme den Druck auf empfindliche Ökosysteme mindern können, nannte Lee das erfolgreiche erste Wochenende des Echtzeit-Buchungssystems am Po Pin Chau Wanderweg. Das Landwirtschafts-, Fischerei- und Naturschutzamt wird die Personalstärke vor Ort erhöhen, um Erstnutzer bei der Systemnutzung zu unterstützen und zu verantwortungsbewusstem Umgang mit Abfällen anzuregen. Der Regierungschef rief die Bevölkerung zudem dazu auf, eine „willkommene und höfliche Haltung“ einzunehmen und stellte den Feiertag als wirtschaftliche Chance sowie als Bewährungsprobe für Hongkongs Servicekultur dar. Auf den Regierungswebseiten werden aktuelle Informationen zu Wartezeiten an Grenzübergängen, Öffnungszeiten von Attraktionen und Anpassungen im öffentlichen Nahverkehr bereitgestellt. Für Reiseplaner inbound bedeutet dies, dass Hongkong das Verhalten bei Shopping-Touren streng überwachen und bei Verschlechterung der Menschenmengenlage kurzfristige Betriebseinschränkungen verhängen könnte. Unternehmen, die Incentive-Gruppen während der Golden Week planen, sollten sicherstellen, dass ihre Reisepläne den Richtlinien der TIA entsprechen und Pufferzeiten für reservierungspflichtige Attraktionen einplanen. Das erneuerte Durchsetzungsversprechen steht im Einklang mit Hongkongs umfassender Strategie, das Verbrauchervertrauen nach mehreren viralen Zwangseinkaufsfällen auf dem Festland wiederherzustellen, die das Image der Stadt als Einkaufsparadies beschädigt hatten.
Quelle: RTHK