
Am 16. September erklärte Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor dem Kongress, die Europäische Union unterstütze „Spanien bei seiner herausragenden Arbeit“ zur Stabilisierung von Ceuta nach dem Grenzdurchbruch in diesem Sommer. Er verwies auf einen vertraulichen Lagebericht von Frontex, der Spaniens schnelle Entsendung zusätzlicher Polizeieinheiten und die Installation mobiler Überwachungstürme entlang der Küste lobt. Mit diesen Aussagen wollte er den Oppositionsvorwürfen von „Untätigkeit“ der Regierung und einer „Krise der öffentlichen Sicherheit“ in der Enklave entgegentreten. Marlaska gab bekannt, dass Spanien seit August mehr als 18.000 beschleunigte Asylanträge bearbeitet habe – eine Quote, die als „höchste in der EU für einen vergleichbaren Zeitraum“ gilt. Unternehmen mit grenzüberschreitenden Aktivitäten sollten beachten, dass das Ministerium die digitale Vorabgenehmigung für marokkanische Tagelöhner und Frachtfahrer priorisieren wird – eine Maßnahme, die nach vollständiger Einführung im Oktober die Wartezeiten in den Morgenstunden um 35 Prozent reduzieren soll. Menschenrechtsorganisationen bezweifeln jedoch das Bild des Ministers, verweisen auf Überfüllung in Notunterkünften und werfen Zusammenfassungen von Rückführungen vor. Marlaska betonte, dass alle Verfahren EU-Recht entsprechen und der gerichtlichen Kontrolle unterliegen.
Quelle: Europa Press
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