
Der kanadische Dollar (Loonie) näherte sich am 17. September der psychologischen Marke von 1,40 USD/CAD, nachdem die US-Notenbank weitere Zinserhöhungen signalisiert hatte, was die kanadische Währung auf ein Fünf-Wochen-Tief drückte. Analysten von FXStreet und Scotiabank warnen, dass die hohen Zinsunterschiede anhalten könnten, was den CAD trotz Ölpreisen über 100 US-Dollar unter Druck hält. Für Mobilitätsprogramme, die in kanadischen Dollar abgerechnet werden, bedeutet der Kursrückgang höhere Lohn- und Spesenkosten im Gastland. Eine dreimonatige Entsendung in die Eurozone kostet laut Mercers Spot-Rate-Tracker inzwischen etwa 3.200 CAD mehr an Tagesgeldern als Anfang August. Unternehmen, die sich über Termingeschäfte absichern, sind teilweise geschützt, doch kleinere Firmen, die meist zum Spotkurs abrechnen, sind einem höheren Budgetrisiko ausgesetzt. Auch Reiseanbieter reagieren: Mehrere TMCs haben ihre Richtlinien angepasst, sodass bei Wechselkursschwankungen von über 3 % eine erneute Genehmigung für in Fremdwährungen bepreiste Reisen erforderlich wird. Gleichzeitig verlieren Expatriates, die in CAD bezahlt werden, aber Ausgaben in USD oder EUR haben, an Kaufkraft; die Gehaltsabteilungen prüfen daher Härtezuschläge und Wechselkursabsicherungen. Ökonomen erwarten, dass die Volatilität des CAD hoch bleibt, bis Ende Oktober Klarheit über die nächste Entscheidung der Bank of Canada herrscht. Finanzabteilungen werden aufgefordert, ihre Wechselkursannahmen für die Mobilitätskostenplanung 2027 zu aktualisieren und Wechselkursschwankungen transparent an die Entsandten zu kommunizieren, um Motivationsprobleme zu vermeiden.
Quelle: FXStreet