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Trump bezeichnet EU-Kanada-Mobilitätspakt als „feindlichen Akt“ und droht mit neuen Zöllen

Sept. 17, 2026
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Trump bezeichnet EU-Kanada-Mobilitätspakt als „feindlichen Akt“ und droht mit neuen Zöllen
Nur wenige Stunden nachdem die EU Pläne zur Ausweitung der assoziierten Mitgliedschaft auf Kanada vorgestellt hatte, bezeichnete US-Präsident Donald Trump diese Idee in Washington gegenüber Reportern als „feindlichen Akt“ und drohte mit „sehr hohen“ Zöllen auf europäische Waren, falls der Block voranschreitet. Trump warf sowohl Brüssel als auch Ottawa vor, die USA aus dem Talentfluss und den Chancen in der Lieferkette, die durch eine freiere Bewegung zwischen Kanada und Europa entstehen würden, „auszuschließen“. Das Weiße Haus machte keine Angaben dazu, welche Produkte betroffen sein könnten, doch Handelsrechtler weisen darauf hin, dass frühere Trump-Zölle vor allem Autoteile, Luftfahrtkomponenten und Agrarprodukte trafen – alles Branchen, die stark auf die grenzüberschreitende Mobilität von Ingenieuren, Prüfern und Qualitätssicherungspersonal angewiesen sind. Sollten neue Zölle folgen, könnten US-amerikanische multinationale Unternehmen unter Druck geraten, Teile ihrer Mobilitätsprogramme nach Kanada oder Europa zu verlagern, um komplexe Wiederausfuhrregeln zu umgehen. Kanadische Vertreter reagierten diplomatisch und betonten, dass die assoziierte Mitgliedschaft „gegen keinen Partner gerichtet“ sei und wiesen darauf hin, dass Kanada weiterhin der größte Warenexportmarkt der USA bleibe. Dennoch bereiten sich Mobility-Manager auf Kettenreaktionen vor: verstärkte US-Zollkontrollen, strengere Prüfungen von NAFTA/USMCA-Berufsvias und mögliche Verzögerungen bei der Verlängerung von Arbeitserlaubnissen für in den USA stationierte Kanadier. Globale Unternehmen mit tri-polaren Aktivitäten – in Nordamerika, Europa und Asien – stehen nun vor einer strategischen Entscheidung. Viele beschleunigen ihre Notfallpläne und simulieren Szenarien, in denen Talente über Toronto-Heathrow oder Montréal-Frankfurt statt über die traditionellen Detroit-Chicago-Verbindungen reisen. Reise-Risikoberater warnen zudem, dass allein die Rhetorik Geschäftsreisen einschränken kann, wenn Führungskräfte befürchten, an der Grenze in politische Konflikte verwickelt zu werden. Konkrete politische Maßnahmen werden zwar Wochen auf sich warten lassen, doch der Vorfall verdeutlicht, wie geopolitische Spannungen den Alltag der Mobilität beeinflussen können. Personalabteilungen wird geraten, aktuelle Reisegewohnheiten zu überprüfen, Mitarbeiter mit US-E- und L-Visa zu identifizieren und schnelle Umplanungen für kurzfristige Einsätze zu üben, falls die Zollverhandlungen unerwartet eskalieren.
Quelle: Associated Press

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