
Polizei und Guardia di Finanza haben am frühen 17. September im sizilianischen Hafen von Pozzallo vier ägyptische Staatsangehörige festgenommen. Sie werden beschuldigt, irreguläre Migration erleichtert zu haben, nachdem ein 15 Meter langes Boot mit 84 Personen – darunter 17 unbegleitete Minderjährige – vor Capo Passero abgefangen wurde. Ermittler identifizierten die Verdächtigen anhand von Zeugenaussagen Überlebender und Foto-Identifikationen als die Steuermänner des Bootes. Alle vier befinden sich nun im Gefängnis „Petrusa“ in Ragusa und warten auf ihre Haftprüfung. Die Migranten wurden in das Erstaufnahmezentrum von Pozzallo gebracht, das bereits über seiner Kapazitätsgrenze von 250 Personen operiert. Der Einsatz verdeutlicht Italiens verstärkte Bekämpfung von Schleusernetzwerken nach der Ceuta-Krise im Juli und dem neuen Gesetzesentwurf der Meloni-Regierung, der die Beschlagnahme von Vermögenswerten bei maritimen Schleusern ausweitet. Für Arbeitgeber, die humanitäre Visa oder Schutzgenehmigungen sponsern, könnte der Fall strengere Hintergrundprüfungen und längere Bearbeitungszeiten bedeuten, da die Behörden Passagierlisten auf Verbindungen zu Schleusern überprüfen. Pozzallo ist ein wichtiger Fährhafen für Fracht- und Offshore-Energie-Crews; verschärfte Sicherheitskontrollen in den kommenden Tagen könnten daher zu Verzögerungen bei Frachtbewegungen und Crewwechseln führen. Unternehmen sollten ihre Logistikpartner informieren und sicherstellen, dass alle Nicht-EU-Seeleute über aktuelle Seefahrtsbücher und Landurlaubsgenehmigungen verfügen.
Quelle: Radio RTM Modica