
Parallel zur Ankündigung von Aena versammelten sich am Sonntag Umwelt- und Nachbarschaftsgruppen auf der Gran Via in Barcelona, um gegen die Erweiterung des Flughafens El Prat zu protestieren. El País schätzt die Teilnehmerzahl auf etwa 5.000, während die Organisatoren von der doppelten Zahl sprechen. Die Demonstranten argumentieren, dass eine zusätzliche Startbahn die durch den Tourismus bedingte Mietpreissteigerung und den CO2-Ausstoß in einer Stadt, die bereits unter Overtourismus leidet, weiter verschärfen wird. Sie fordern die spanische Regierung auf, die Mittel stattdessen in den Ausbau von Bahnverbindungen und sozialen Wohnungsbau zu investieren. Die Kundgebung verlief friedlich, zwang die Polizei jedoch, den Verkehr umzuleiten, und führte zu kleineren Verzögerungen bei den Shuttle-Bussen zum Flughafen. Es wurden keine Flüge gestrichen, doch Gewerkschaften der Bodenmitarbeiter warnten, dass die zunehmende Ablehnung in der Zivilgesellschaft während der Hauptreisezeit zu Streiks führen könnte. Für Manager im Bereich globale Mobilität und Reisen signalisiert die Demonstration potenzielle Risiken für die gesellschaftliche Akzeptanz großer Infrastrukturprojekte. Mitarbeitende mit Einsatz in Barcelona müssen an Protesttagen mit längeren Pendelzeiten rechnen, und Unternehmen sollten bei der Planung größerer Veranstaltungen die Ankündigungen von Basisinitiativen im Auge behalten.
Quelle: El País