
Mehr als 3.000 Einwohner gingen am Sonntag in Ceuta auf die Straße, riefen „¡Ceuta es España!“ und trugen Transparente mit der Aufschrift „SOS Ceuta Invadida“. Die von einem Bündnis aus Nachbarschaftsvereinen organisierte Demonstration zielte darauf ab, sowohl Madrid als auch Brüssel zu stärkerer Grenzkontrolle und schnelleren Migrantentransfers aufs spanische Festland zu drängen. Die Protestierenden marschierten von der Esplanade El Chorrillo bis zum Grenzübergang Tarajal und forderten, dass die EU Marokko für den sogenannten „hybriden Druck“ durch Migrationsströme sanktioniert. Der Marsch verlief friedlich, führte jedoch zur vorübergehenden Sperrung von zwei Straßen im Grenzgebiet, was Pendler und Lieferfahrzeuge verzögerte. Für Arbeitgeber mit Mitarbeitern, die täglich aus Nordmarokko pendeln, bedeuteten die Straßensperren Verzögerungen von bis zu zwei Stunden. Mobilitätsmanager werden geraten, die Hinweise der örtlichen Polizei zu beobachten und diese Woche Pufferzeiten einzuplanen, da die Organisatoren bei ausbleibendem Fortschritt mit weiteren Kundgebungen drohen. Der Protest verdeutlicht die innenpolitische Dimension der Migrationsdebatte in Spanien und deutet auf möglichen Widerstand aus der Bevölkerung gegen eine Verlegung von Migranten in Festlandgemeinden hin.
Quelle: SpainNews / Europa Press