
Das britische Außen-, Commonwealth- und Entwicklungsministerium (FCDO) hat am 21. September seine Länderinformation für Brasilien aktualisiert und dabei die Einstufung „hohes Risiko“ für Teile des Amazonas beibehalten sowie die Hinweise zur Sicherheit in Städten erneuert. Die jüngste Änderung, datiert auf den 9. September und mit dem Stempel „Stand 21. September“ versehen, ergänzt Details zu Betrugsfällen mit nicht lizenzierten Taxis nach einer Reihe von Raubüberfällen auf Touristen in Rio de Janeiro und São Paulo. Obwohl keine neuen COVID-19-bedingten Gesundheitsmaßnahmen eingeführt wurden, betont das FCDO erneut, dass Reisen entgegen seiner Empfehlungen zum Erlöschen britischer Reiseversicherungen führen können – eine Regelung, die auch für Auslandseinsätze gilt, die über britische Unternehmen organisiert werden. Arbeitgeber mit in Brasilien eingesetzten Mitarbeitern aus Großbritannien müssen daher Maßnahmen zur Risikominderung dokumentieren, etwa die Nutzung geprüfter Fahrdienstleister, um den Sorgfaltspflichten und Versicherungsanforderungen gerecht zu werden. Die Reisehinweise raten weiterhin von Flussreisen westlich von Codajás sowie entlang der Zuflüsse Itaquaí und Japurá ab, da dort organisierte Kriminalität aktiv ist. Unternehmen aus den Bereichen legale Bergbau- oder Umweltberatung in der Nähe dieser Wasserwege sollten ihre Reisepläne überprüfen und, wenn möglich, den Einsatz von Flugzeugen statt Booten in Erwägung ziehen. Da die FCDO-Updates in viele globale Sicherheits- und Informationssysteme einfließen, könnte die Aktualisierung vom 21. September automatische Reisegenehmigungsprozesse in multinationalen HR-Systemen auslösen. Mobility-Manager sollten daher prüfen, ob Warnungen doppelt erfasst werden, und sicherstellen, dass Mitarbeiter tatsächlich die neu hervorgehobenen Risikogebiete durchqueren.
Quelle: UK Government (GOV.UK)