
Die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates hat drei weitere Staatsanwälte nach Ceuta entsandt, womit die Zahl der dortigen Staatsanwälte auf elf steigt, und über 53 Millionen Euro zur Stärkung der Aufnahmeeinrichtungen und Kinderschutzdienste im Enklave bereitgestellt. Die Entscheidung, die am 25. September veröffentlicht und am 26. September bekanntgegeben wurde, reagiert auf die enorme Arbeitsbelastung nach dem Masseneintritt Ende Juli. Die Staatsanwälte werden sich auf Altersfeststellungsverfahren und die zunehmende Zahl strafrechtlicher Ermittlungen im Zusammenhang mit öffentlichen Unruhen in provisorischen Siedlungen wie Playa del Trampolín konzentrieren. Das Finanzpaket soll Notunterkünfte, medizinische Versorgung und den Ausbau des Zentrums Nave Victoria finanzieren, das derzeit rund 300 unbegleitete Mädchen beherbergt. Stadtvertreter begrüßten die Maßnahme, warnten jedoch vor weiterhin bestehenden Justizstaus: Mehr als 2.000 Altersfeststellungsverfahren sind noch offen, und Abschiebebescheide können erst nach endgültiger rechtlicher Klärung vollstreckt werden. NGOs forderten, die Ressourcen sollten vorrangig für individuelle Rechtsberatung und psychische Unterstützung eingesetzt werden. Für Arbeitgeber in der Logistikzone Ceutas könnte die verstärkte Staatsanwaltschaft die Entscheidungen über Inhaftierte beschleunigen und Sicherheitsvorfälle reduzieren, die gelegentlich den Hafenbetrieb störten. Gleichzeitig könnte die erhöhte Polizeipräsenz jedoch zu mehr Identitätskontrollen führen, die reguläre Migrantenarbeiter betreffen.
Quelle: Qué!