
Der aktuelle „Passport Reports“-Index, veröffentlicht am 26. September, stuft den spanischen Reisepass weltweit auf den dritten Platz ein – die beste Platzierung aller Zeiten. Grundlage sind die Länder, die ohne Visum oder mit vereinfachten elektronischen Genehmigungen zugänglich sind. Spanien liegt damit vor allen anderen EU-Mitgliedstaaten außer Deutschland und Österreich und führt die Rangliste in der spanischsprachigen Welt an. Laut Bericht haben Spanier visafreien Zugang zu ganz Südamerika, dem gesamten Schengen-Raum, Nordamerika und den Golfstaaten. Nur wenige Länder, darunter Russland und das Vereinigte Königreich, verlangen elektronische Reisegenehmigungen. Der Index zählt 192 Gebiete, die spanischen Staatsbürgern ohne traditionelles Konsulatvisum offenstehen. Für Geschäftsreisende bedeutet das weniger Konsulatstermine, kürzere Vorlaufzeiten und mehr Flexibilität bei kurzfristigen Einsätzen. Große multinationale Unternehmen mit Sitz in Spanien betonen, dass ihre Mitarbeiter nun 100 % ihrer Kundenmärkte in Amerika ohne bürokratischen Aufwand erreichen können – ein klarer Wettbewerbsvorteil bei Projektumsetzungen. Das Ranking stärkt zudem Spaniens Attraktivität für ausländische Fachkräfte, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung oder Staatsbürgerschaft anstreben, etwa über das digitale Nomadenvisum oder das derzeit in der öffentlichen Konsultation befindliche neue außerordentliche Regularisierungsprogramm. Ein starker Reisepass erhöht den langfristigen Anreiz, in Spanien eingebürgert zu werden. Unternehmen sollten ihre globalen Mobilitätsrichtlinien an die erweiterte Visafreiheitskarte anpassen, dabei aber beachten, dass elektronische Reisesysteme (wie das britische ETA oder das kanadische eTA) weiterhin eine Vorab-Dateneingabe erfordern und bei Fehlern Bußgelder für die Fluggesellschaften nach sich ziehen können.
Quelle: Qué!