
Eurostar hat für Montag, den 12. Oktober, mehrere Züge von und nach Brüssel gestrichen, da ein Streik im belgischen öffentlichen Dienst die Signaltechnik und das Bahnpersonal beeinträchtigt. Ein am 11. Oktober (15:53 Uhr MEZ) veröffentlichtes Reise-Update listet Ausfälle auf den stark nachgefragten Strecken Brüssel–London und Brüssel–Amsterdam, darunter die Züge 9141, 9148 und 9157. Passagiere mit Tickets für die betroffenen Verbindungen können diese kostenfrei umtauschen oder innerhalb von 60 Tagen eine vollständige Rückerstattung beantragen. Obwohl das Eurostar-Personal nicht streikt, ist der Betreiber auf die belgische Bahninfrastruktur und die Sicherheitskontrollen durch lokale Subunternehmer angewiesen. Die reduzierte Kapazität am Check-in in Brüssel-Midi sowie mögliche Gleissperrungen können zu geänderten Einstiegszeiten bei den verbleibenden Zügen führen. Eurostar empfiehlt Reisenden, mindestens 60 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof zu sein und die Live-Updates über die App zu verfolgen. Geschäftsreisende sollten beachten, dass Eurostar das „One-Day-Flexibility“-Upgrade für Premier-Passagiere am 12. Oktober aufgrund begrenzter Sitzplatzkapazitäten ausgesetzt hat. Gruppenbuchungen ab zehn Personen werden auf Flüge zwischen Brüssel und London City Airport umgeleitet, was jedoch zusätzliche Sicherheitskontrollen und einen höheren CO2-Fußabdruck bedeutet. Der Vorfall zeigt, wie sich Arbeitskämpfe in einem Mitgliedstaat auf mehrere Länder auswirken können und verdeutlicht die Verwundbarkeit des europäischen Bahnverkehrs nach dem Brexit. Unternehmen, die auf Tagespendlerverbindungen zwischen Brüssel und London für Meetings oder EU-Regelungen angewiesen sind, wird empfohlen, Termine zu verschieben oder auf virtuelle Formate umzusteigen. Eurostar rechnet damit, den regulären Betrieb mit der ersten Abfahrt am Dienstag, den 13. Oktober, wieder aufzunehmen, vorbehaltlich der Freigabe des Schienennetzes.
Quelle: Eurostar Travel Updates