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Innenministerium führt mobile Biometrie-App „Immi“ in Brasilien ein und verspricht 30 % schnellere Visa-Bearbeitung

Dez. 14, 2025
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Innenministerium führt mobile Biometrie-App „Immi“ in Brasilien ein und verspricht 30 % schnellere Visa-Bearbeitung
Das australische Innenministerium hat am 13. Dezember 2025 stillschweigend die mobile Biometrie-App „Immi App“ erweitert und Brasilien sowie 33 weitere Länder in das Programm aufgenommen. Damit können Visumantragsteller nun Passscans und Live-Gesichtsbilder direkt per Smartphone übermitteln. Für brasilianische Besucher, Studierende und Antragsteller für temporäre Arbeitsvisa entfällt damit die bisher erforderliche persönliche Vorsprache bei den vertraglich gebundenen Visa-Zentren – ein Schritt, der die Bearbeitungszeit bislang um bis zu drei Wochen verlängerte.

Mit dem Update erhalten Reisende ein Schreiben mit einer Visa-Lodgement-Nummer (VLN), die den Identitätsprüfungsprozess in der App freischaltet. Nach dem Hochladen werden die Bilder verschlüsselt und direkt an die sicheren Server des Innenministeriums übertragen, bevor sie vom Gerät gelöscht werden. Behörden zufolge kann die Änderung die gesamte Bearbeitungszeit bei stark frequentierten Visakategorien wie dem neuen „Skills-in-Demand“ (SID) Visum und dem Subclass-500-Studentenvisum um bis zu 30 % verkürzen.

Innenministerium führt mobile Biometrie-App „Immi“ in Brasilien ein und verspricht 30 % schnellere Visa-Bearbeitung


Für die Mobilitätsteams bedeutet das eine schnellere Einbindung brasilianischer Fachkräfte in australische Projekte aus den Bereichen Bergbau, Agrartechnologie und Hochschulbildung. Verantwortliche für Reiseprogramme sollten ihre Checklisten vor Abreise aktualisieren, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende kompatible Smartphones besitzen und die Fotoanforderungen des Innenministeriums kennen; Bilder mit niedriger Auflösung führen weiterhin zu manuellen Prüfungen. Umzugsdienstleister berichten, dass Firmenkunden bereits Service-Level-Agreements anpassen, um die verkürzten Vorlaufzeiten abzubilden – eine gute Nachricht für Projektbudgets, die durch lange Einarbeitungsphasen belastet waren.

Die Erweiterung berücksichtigt auch Datenschutzbedenken, die während der Pilotphase geäußert wurden: End-to-End-Verschlüsselung, keine lokale Datenspeicherung und automatische Abgleiche mit nationalen Beobachtungslisten. Dennoch raten Rechtsexperten Unternehmen, vor dem Hochladen biometrischer Daten die ausdrückliche Zustimmung der Mitarbeitenden einzuholen und diese Zustimmung in den Einsatzakten zu dokumentieren, um den Anforderungen des brasilianischen Datenschutzgesetzes LGPD gerecht zu werden.

Canberra sieht die mobile Biometrie als Teil einer umfassenderen „digitalen Grenzstrategie“, die künftig die papierbasierten Einreisekarten ersetzen und bis zu den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane vollständig tokenisierte Reisedokumente bereitstellen soll. Innenministerium-Vertreter kündigen an, dass Anfang 2026 weitere Länder in die Immi App aufgenommen werden, wobei Länder mit hoher Nachfrage nach Studentenvisa wie Vietnam und die Philippinen Priorität haben.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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