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Das spanische Asylamt bricht Rekord mit 161.000 Entscheidungen im Jahr 2025

Jan. 17, 2026
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Das spanische Asylamt bricht Rekord mit 161.000 Entscheidungen im Jahr 2025
Das Amt für Asyl und Flüchtlingsschutz (OAR) bearbeitete im Jahr 2025 insgesamt 160.951 Fälle von internationalem Schutz – ein Anstieg um 67 % gegenüber dem Vorjahr und das höchste Volumen seit der Gründung der Behörde im Jahr 1992, teilte das Innenministerium am 16. Januar mit. Spanien belegt damit den dritten Platz in der EU bei Asylentscheidungen, hinter Deutschland und Frankreich. (lamoncloa.gob.es)

Auch die Zahl der Anträge blieb mit 144.396 Neuanträgen hoch, wobei der Großteil von Venezolanern gestellt wurde, die 85.413 Anträge (59 % des Gesamtvolumens) einreichten. Mali folgte mit deutlichem Abstand auf Platz zwei mit 16.004 Anträgen. Der Flüchtlingsstatus wurde 7.838 Personen gewährt (plus 23 %), weitere 10.103 erhielten subsidiären Schutz, und 57.334 – überwiegend Venezolaner – bekamen humanitäre Aufenthaltserlaubnisse. Die Gesamtquote der Schutzgewährungen lag bei 46,8 %. (lamoncloa.gob.es)

Das spanische Asylamt bricht Rekord mit 161.000 Entscheidungen im Jahr 2025


Madrid verzeichnete 30 % aller Anträge, gefolgt von Andalusien und Katalonien. Die Behörden führen den Produktivitätsschub auf eine aggressive Personalaufstockung zurück, die durch den EU-Wiederaufbaufonds finanziert wurde, sowie auf den Einsatz eines KI-gestützten Triage-Tools, das Fälle mit geringer Komplexität vorab sortiert. NGOs begrüßen die schnelleren Bearbeitungszeiten, warnen jedoch, dass die Kapazitäten in den Aufnahmeeinrichtungen, insbesondere in den Transitzentren der Kanarischen Inseln, weiterhin an ihre Grenzen stoßen.

Auswirkungen auf die Arbeitsmobilität: Asylbewerber dürfen in den ersten sechs Monaten in Spanien keine reguläre Arbeitserlaubnis erhalten, danach ist eine Beschäftigung möglich. Unternehmen mit akutem Fachkräftemangel – vor allem in Landwirtschaft, Logistik und Gastgewerbe – sollten künftige Reformen beobachten, die diese „Wartezeit“ verkürzen könnten. Die Daten zeigen zudem Spaniens anhaltende Abhängigkeit von humanitären Visa zur Steuerung gemischter Migrationsströme, die eine legale Alternative zu irregulären Einreisen bieten.

Handlungsempfehlungen: Globale Mobilitätsteams, die Mitarbeitende aus Hochrisikoländern (z. B. Venezuela, Mali) entsenden, sollten längere Zeiträume für Hintergrundprüfungen und Visaverfahren einplanen; die Umschichtung von Personal zugunsten des OAR könnte im ersten Quartal 2026 zu Verzögerungen in anderen Abteilungen für Aufenthaltstitel führen.
Quelle: La Moncloa – Interior Ministry

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